Die aktuellen Herausforderungen
Nach den Top-3-Herausforderungen für das eigene Unternehmen und für die Kunden gefragt, nennt der Deutschland-Chef die IT/OT-Integration, insbesondere im Hinblick auf die Langlebigkeit von Maschinen und die Schnelllebigkeit von IT-Systemen. „Das Zusammenwachsen von IT und OT stellt unsere Kunden vor große Herausforderungen, aber auch vor enorme Chancen. Hier bieten wir Lösungen, die zukunftssicher und gleichzeitig flexibel sind. Unsere konkrete Antwort darauf ist zenon als eine offene und flexible Plattform, die IT- und OT-Anforderungen gleichermaßen gerecht wird. Wir setzen verstärkt auf Container-Technologien wie Docker, um die Flexibilität und Skalierbarkeit unserer Lösungen zu erhöhen“, sagt er und verweist zudem auf die Cybersecurity: „Die Vernetzung von IT und OT bringt erhöhte Sicherheitsanforderungen mit sich. Der Schutz vor Cyberangriffen ist ein zentraler Aspekt, der kontinuierlich an Bedeutung gewinnt. Rund um die Cybersecurity haben wir Maßnahmen getroffen, um zenon bestmöglich zu schützen – sei es durch Verschlüsselung, Authentifizierungsmechanismen oder strenge Sicherheitsrichtlinien. Zudem unterstützen wir unsere Kunden dabei, mit zenon ein Security Information & Event Management (SIEM) zu integrieren. Das sorgt für die gewünschte Resilienz.“
Als dritte große Herausforderung nennt er, dass Unternehmen ihre Energieeffizienz verbessern und gleichzeitig ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen müssen. Das erfordere eine kontinuierliche Überwachung und Optimierung des Energieverbrauchs. „Das Thema Energiemanagement ist für unsere Kunden inzwischen eine zentrale Priorität. Viele Unternehmen erkennen, dass sie durch effizientes Energiemanagement nicht nur Kosten sparen, sondern auch Fortschritte bei der Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele realisieren können“, erklärt J. Schrödel. Als Lösung für das Energiemanagement und -monitoring bietet Copa-Data zenon Energy Edition an. Damit können Unternehmen ihren Energieverbrauch in Echtzeit überwachen, analysieren und optimieren. Die Plattform ermöglicht eine nahtlose Integration in bestehende Produktionssysteme und bietet automatisierte Berichte, um den Energieverbrauch kontinuierlich zu verbessern.
Fokus auf Einfachheit bleibt
Vor dem Hintergrund des deutlich erweiterten Funktionsumfangs und neuer Möglichkeiten von zenon stellt sich die Frage, inwieweit heute noch immer die Gründungsvision Bestand hat? Denn: Gegründet wurde Copa-Data 1987 in Österreich von Thomas Punzenberger mit der Vision „Das geht doch einfacher“. J. Schrödel: „Wir sehen es nach wie vor als unsere Aufgabe an, komplexe Prozesse zu vereinfachen.“ Als wichtigste Ansatzpunkte, um die eigene Software weiter zu vereinfachen, nennt er Benutzerfreundlichkeit, No-Code- und Low-Code-Lösungen sowie automatisierte Prozesse. So wird beispielsweise die Benutzeroberfläche ständig weiter optimiert, um eine intuitive Bedienung zu ermöglichen. „Das Ziel ist, die Komplexität der Konfiguration und Inbetriebnahme drastisch zu reduzieren“, verdeutlicht er. Ein weiterer Fokus liegt darauf, zenon in Richtung einer No-Code-Plattform zu entwickeln, bei der Anwender ohne tiefgehende Programmierkenntnisse Automatisierungsprojekte umsetzen können. Und: „Mit Funktionen wie dem zenon Engineering Assistant setzen wir auf automatisierte Prozesse, die den Aufwand für das Engineering reduzieren und gleichzeitig Fehler minimieren“, sagt J. Schrödel.
Die Bedeutung von GenAI
zenon Engineering Assistant ist zudem ein Beispiel dafür, wie das aktuelle Hypethema GenAI (generative KI) auch bei Copa-Data Einzug in die Softwareplattform gehalten hat. Und was hat der Kunde davon? J. Schrödel: „Der zenon Engineering Assistant nutzt künstliche Intelligenz, um den Engineering-Prozess effizienter zu gestalten. Anwender profitieren von automatisierten Vorschlägen für die Projektkonfiguration, was die Entwicklungszeit verkürzt und gleichzeitig die Fehlerquote minimiert. Künstliche Intelligenz hilft, Routineaufgaben zu automatisieren und das Engineering effizienter zu gestalten. In Zukunft wollen wir diese Technologie noch weiter ausbauen, um intelligente Wartungs- und Optimierungslösungen zu entwickeln, die auf maschinellem Lernen basieren. Unser Ziel ist es, dass KI noch stärker in die täglichen Arbeitsabläufe integriert wird, um sowohl die Bedienenden als auch die Entscheiderinnen und Entscheider zu unterstützen.“
Mit Blick in die Zukunft sieht er Copa-Data als einen der führenden Anbieter von interdisziplinären Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen. „Wir wollen weiterhin auf Nachhaltigkeit setzen und unsere Kunden in ihrem Bestreben unterstützen, energieeffizienter und ressourcenschonender zu arbeiten.“ Zudem wird eine noch engere Zusammenarbeit zwischen IT und OT angestrebt, um den Übergang zur Industrie 4.0 weiter zu erleichtern. „Wir werden zenon kontinuierlich weiterentwickeln, um sowohl großen Unternehmen als auch mittelständischen Betrieben die besten Werkzeuge für ihre digitale Transformation an die Hand zu geben“, schließt J. Schrödel seine Ausführungen.
SPS: Halle 7, Stand 590

