oa_news_200107 NORTEC

Im Fokus der Nortec stehen vom 21. bis 24. Januar in Hamburg auch praxisnahe Workshops und der Wissenstransfer (Quelle: Hamburg Messe und Congress / Rolf Otzipka)

„Gerade im Bereich der Digitalisierung ergeben sich für KMU fast täglich neue Ansätze und Möglichkeiten, um ihre Wettbewerbsfähigkeit auszubauen und neue Geschäftsfelder zu eröffnen. Bei vielen herrscht aber noch Unsicherheit darüber, an welchen Stellen im Betrieb sich Investionen am meisten lohnen, wer die passenden Experten sind und wo die Reise langfristig hingehen wird. Die Fokussierung auf die Bedürfnisse von KMU sowie der Mix aus Fachmesse für Produktion und Campus für den Mittelstand macht die Nortec einzigartig", sagt Projektleiterin Anja Holinsky.

Anspruch der Messe ist es, offene Fragen zu beantworten, wie: Wie lassen sich eine digital vernetzte Produktion realisieren, die Effektivität von Produktionsprozessen steigern und Stillstandzeiten vermeiden? Besucher der Nortec sollen einen fundierten Überblick über das erhalten, was technisch möglich und für den eigenen Betrieb sinnvoll ist. Die Fachmesse für Produktion mit Campus für den Mittelstand soll Unternehmen praxisnahe Orientierung, Wissenstransfer und zahlreiche Netzwerkmöglichkeiten auf ihrem Weg in die Industrie 4.0 bieten. Damit soll der Beratungsbedarf innerhalb der Branche bedient und der Messebesuch zu einer Bildungsreise gemacht werden, die sich langfristig für den Erfolg der KMU auszahlt.

Digitalisierung auf dem Vormarsch

Im Jahr 2018 setzten laut der Messe Hamburg deutschlandweit 26 % der Unternehmen im produzierenden Gewerbe mit mehr als 250 Mitarbeitenden Industrie- oder Serviceroboter ein. Bei Unternehmen mit zehn bis 49 Mitarbeitenden betrug dieser Anteil 3 %. "Insbesondere für kleinere Produktionsbetriebe ist es entscheidend, den Überblick über das technisch Machbare zu behalten. Auf der Nortec haben Fachbesucher die ideale Gelegenheit dazu", heißt es von Veranstalterseite. In drei Messehallen treffen sie auf etablierte und junge Unternehmen und können aus einem breitgefächerten Informationsangebot wählen. "Von den rund 400 Ausstellern aus dem In- und Ausland bringen über 100 Unternehmen Informationstechnologien mit zur Messe. Vom etablierten Anlagenbauer über Beratungsleistungen im Bereich Big Data bis zum Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) und 3D- Druckverfahren ist alles dabei. Neben dem Erleben von Maschinen, neuester Fertigungsverfahren und innovativer Service-Angebote  geht es in Hamburg um Wissenstransfer und Netzwerken – wichtige Erfolgsfaktoren für KMU in Zeiten von Industrie 4.0", gibt die Messegesellschaft weiter an.

Dem Fachkräftemangel begegnen

Der Bedarf nach gut ausgebildeten IT-Ingenieuren ist in allen Industriezweigen groß, das Angebot aber zumeist klein. Umso wichtiger, dass Schnittstellen zwischen Maschinen und Systemen in Betrieben so anwenderfreundlich wie möglich gestaltet werden, damit sie vom vorhanden Personal bedient werden können. Im Idealfall sind die Maschinen und Anlagen direkt nach der Installation einsatzbereit. Um das zu erreichen, müssen weltweit gültige Normen und Richtlinien entwickelt und angewendet werden. Das Kommunikationsprotokoll OPC UA (Open Platform Communications Unified Architecture) ist ein solcher Standard, der von der amerikanischen OPC Foundation entwickelt wurde. 2006 wurde die erste Version dieser neuen Methodik veröffentlicht. Heute wird OPC UA weltweit genutzt und kontinuierlich auf die sich wandelnden Bedarfe der industriellen Fertigung angepasst. Die Datenerfassung und -steuerung erfolgt stets plattformübergreifend und ist damit nicht an ein Betriebssystem oder eine Programmiersprache gebunden. Dieses hohe Maß an Flexibilität macht es für die Produktionsbetriebe einfacher, Fachpersonal für die Systemintegration zu rekrutieren, Mitarbeiter für die Anwendung zu schulen oder die erforderlichen Integrationsschritte an einen externen Dienstleister zu vergeben.

VDMA-Workshop mit Praxisbeispielen

Bereits zum fünften Mal lädt der VDMA-Landesverband Nord auf der Nortec am Donnerstag, 23. Februar 2020 um 13:00 zum Workshop „Auf dem Wege zur Fertigung 4.0“. Hier werden die zahlreichen Chancen und Möglichkeiten erörtert, die digitalisierte Prozesse KMU bieten. Die Fachbesucher erwartet ein Informationsmix aus etabliertem Know-how und der Innovationskraft kreativer Start-ups. Dr.-Ing. Jörg Mutschler, Geschäftsführer Landesverband Nord und Arbeitsgemeinschaft Marine Equipment und Systems, betont die Bedeutung des Wissenstransfers in Zeiten der Industrie 4.0: „Um  die aktuelle Konjunkturdelle zu überwinden und den nächsten Aufschwung optimal zu nutzen, ist es insbesondere für KMU wichtig, die Digitalisierung in der Produktion gezielt voranzutreiben. Genau darum geht es auch in unserem Workshop. Hier profitieren die Teilnehmer durch einen aktiv geführten und praxisorientierten Wissensaustausch im erweiterten Maschinenbau- Netzwerk. Denn nur gemeinsam erreichen wir, dass die vorgestellten innovativen Praxisbeispiele als Vorbild und Ideengeber für die eigenen Aktivitäten genutzt werden.“ Gegliedert ist der beliebte Workshop in drei Sessions:

  • Effizient durch digitale Prozesse,
  • Kurzvorstellungen von Start-ups sowie
  • verkettete Fertigung ist kein Selbstläufer.

Einer der Referenten ist Dr.-Ing. Oliver Gossel, Vertriebsleiter HSC Maschinen der Röders GmbH. Er erklärt: „Die richtigen Informationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort – das ist im Fertigungsbereich für eine effiziente Steuerung ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Den Besuchern der NORTEC möchten wir zeigen, wie und warum wir uns an der umati- Schnittstellenentwicklung beteiligen, die auf dem plattformunabhängigen OPC UA Standard basiert. So erhalten die Teilnehmer des Workshops schnell und effizient einen Überblick über den aktuellen Stand der Technik." Weitere Information zum VDMA-Workshop: https://www.nortec-hamburg.de/programm/seminarraum/vdma-workshop/

Nortec (ih)

Ähnliche Beiträge