Porträt Hannes Niederhauser, S&T

Hannes Niederhauser, CEO der S&T AG (Quelle: S&T)

Als Grund für die Steigerungen im 3. Quartal – trotz der Corona-Pandemie und der einhergehenden Wirtschaftskrise - nennt S&T seine diversifizierte Aufstellung: Mehr als 3.000 Kunden in verschiedenen Endmärkten in mehr als 30 Ländern. Dadurch hätten beispielsweise die Zuwächse im Medizintechnikbereich die Rückgänge im Luftfahrtbereich mehr als abfedern können. S&T zeigt sich somit von den Auswirkungen der Covid-19 Pandemie insgesamt nicht betroffen. Der Umsatz konnte im 3. Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 6,5 %, gegenüber dem 2. Quartal 2020 sogar um 11 % gesteigert werden. Die im Zuge des PEC-Programms ergriffenen Maßnahmen führten zu einer weiteren Verbesserung des operativen Cashflow, der sich im dritten Quartal 2020 um 40 % auf 22,8 Mio. € (Vj.: 16,2 Mio. €) verbesserte. In den ersten neuen Monaten lag der operative Cashflow somit mit rund 50 Mio. € um rund 45 Mio. € über dem Vorjahr (Vj.: 4,5 Mio. €). Wie schon in den vorangegangenen Quartalen erwirtschaftet das Segment „IoT Solutions Europe“ auch im 3. Quartal mit 14,8 % das höchste Umsatzwachstum. Mit über 14,4 % Ebitda-Marge im 3. Quartal 2020 wurde in dem Segment „IoT Solutions America“ die Restrukturierung erfolgreich abgeschlossen.

Aufgrund der guten Ergebnisse plant S&T für 2020, die Hälfte des Jahresüberschusses (bisher 25 %) für die Dividende und Aktienrückkäufe zu verwenden. S&T sieht sich mit 254 Mio. € an Barmitteln und dem operativen Cashflow von 50 Mio. € nach den ersten neun Monaten im laufenden Geschäftsjahr gut gerüstet, sowohl die Wachstumsziele und Akquisitionen im Rahmen der Agenda 2023 als auch weitere Aktienrückkäufe, aus eigener Kraft stemmen zu können. Der Ausblick ist trotz erneuter weltweiter Lockdowns ein positiver. Das Auftragsbuch ist mit 891 Mio. € um 50 Mio. € besser als zu Jahresbeginn gefüllt. Zusätzlich wird, nach der Zustimmung der Kartellbehörden im September 2020, S&T ab 1. Oktober 2020 durch die Iskratel-Gruppe verstärkt.

Hannes Niederhauser, CEO: „Aufgrund der guten Zahlen erhöhen wir die bisherige Prognose für das Geschäftsjahr 2020 von 115 Mio. € Ebitda bei 1.150 Mio. € Umsatz auf zumindest 122 Mio. € Ebitda bei rund 1.200 Mio. € Umsatz. Sollten sich die Einflüsse der erneuten Lockdowns in Grenzen halten, könnten diese Werte noch weiter übertroffen werden. Zudem bekräftigen wir unser Mittelfristziel für 2023 von 2 Mrd. € Umsatz bei einem Ebitda von 220 Mio. €.“

S&T (ih)

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