Welche Steckverbinder entwickelt Weidmüller?

SPE-Portfolio von Weidmüller

Weidmüller entwickelt eine besonders anwenderfreundliche Steckverbinderfamilie, die sowohl in der IP20- als auch in der IP67-Variante das gleiche Steckgesicht aufweist (Quelle: Weidmüller)

Weidmüller unterstützt die Steckverbinderentwicklung der Variante IEC 63171-2 für die Umgebung IP20 und der Variante IEC 63171-5 für die Umgebung IP67. Mit dem Fokus auf Querschnitte im Bereich AWG 26 – AWG 22 entwickelt Weidmüller besonders anwenderfreundliche Steckverbinder die sowohl als Patchkabel aber auch als freikonfektionierbare Varianten realisiert werden. Das Steckgesicht kann bei M8-Steckverbindern sowohl in Male als auch in Female ausgeführt werden. Somit können freie Steckverbinderkupplungen realisiert werden. Damit entfallen Verlängerungskabel, die an beiden Enden nur Stecker oder nur Buchsen aufweisen. Durch den Einsatz des gleichen Steckgesichts lassen sich beide frei kombinieren. Dies begrenzt die Anzahl der Bauteile, ohne die Anwendungsmöglichkeiten zu beschneiden – ein Vorteil bei der Lagerhaltung. Darüber hinaus kann das Steckgesicht aufgrund seiner guten HF Performance auch applikationsunabhängig vom Arbeitsplatz über Rechenzentren und Industrieverkabelung bis zur Cloud genutzt werden.

Uneingeschränkte Industrietauglichkeit garantiert Weidmüller mit einem robusten Verriegelungsmechanismus - die Ausziehkraft beträgt mindestens 50 N. Der kompakt entwickelte Steckverbinder ist mit einem Pitch von 7,62 mm nur halb so groß wie ein RJ45-Verbinder. Somit können in der Baugröße eines RJ45-Leiterplattenverbinders zwei SPE-Ports verbaut, was die Portdichte verdoppelt. Ein weiterer Vorteil der Weidmüller-Lösung ist die – im Vergleich zu Wettbewerbsprodukten – deutlich höhere HF-Performance, so dass die Verkabelung auch zukünftigen, noch höheren Ansprüchen an die Leistungsfähigkeit genügt. Als typische technische Eckdaten wurden eine Verkabelung im Bereich AWG 26 – AWG 22, eine industrielle Spannungsfestigkeit von DC 2,25 kV sowie ein zulässiger Verschmutzungsgrad 2 auf der Leiterplatte definiert.

Können Sensoren mit Energie und Daten versorgt werden?

Ein weiterer großer Vorteil von SPE ist die Möglichkeit, die Energieversorgung der angeschlossenen Peripherie via PoDL (Power over Data Line) zu realisieren. PoDL stellt zur Einspeisung bis zu 60 W an der PSE (Power Source Equipment) zur Verfügung. So lässt sich die Sensorik selbst unter äußerst beengten Verhältnissen sowohl mit Energie als auch mit einer Datenschnittstelle versorgen. Eine zusätzliche, separate Zuleitung entfällt. Die IEEE hat hierzu eine Einteilung in unterschiedliche Power Classes definiert. Da die Klassen 1–9 bereits durch POE vergeben sind, starten bei PoDL die Power Classes bei 10. Ganz nebenbei eröffnet PoDL für SPE weitere Anwendungen. Neben der Gebäudeinfrastruktur zählt dazu der besonders anspruchsvolle Einsatz in explosionsgefährdeten Umgebungen. Damit wird SPE auch für die Prozesstechnik attraktiv. Es gibt somit kaum eine Anwendung, für die dieser Standard keine neuen Impulse bringt: Ob in der IT, der Produktion oder unter extremen Bedingungen. Die Infrastruktur lässt sich dank des miniaturisierten Steckers und der einpaarigen Leitungen problemlos installieren.

Weidmüller (ih)
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