Abbildung einer Augmented Reality Brille

(Quelle: fotolia.com / vectorfusionart)

In dem Showcase wird der Anwender von der Applikation auf der Hololens durch die einzelnen Schritte der CAP-Sprühanlage geleitet: Nach dem Öffnen der Maschine wird die zu ersetzende Düse ausfindig gemacht und ausgetauscht, die Maschine sachgemäß verschlossen und wieder in Betrieb genommen.  Neben der Datenübermittlung zwischen Maschine und Hololens liefert Visiwin von Inosoft auch eine zugehörige native Bedienoberfläche, über die sich Einstellungen vornehmen und Maschinendaten überwachen lassen.

HMI-Studie liefert Überblick über HMI-Tools

Auf dem Industrial Usability Day am 5. November veröffentlichte das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation seine neue HMI-Studie mit Fokus auf den Produktions- sowie Designprozess. Sie beleuchtet, welche Vor- und Nachteile die HMI-/Scada-Tools gegenüber Eigenentwicklungen haben. Darüber hinaus liefret die Studie einen Marktausblick und Entscheidungshilfe bei der Auswahl des geeigneten Tools.

Auch die HMI-Software Visiwin wurde getestet: Entwicklungsgeschichte, Stärken/Schwächen, Kernthemen, Toolentwicklung und ein Blick in die Zukunft. Dabei gelingt  Visiwin der Spagat zwischen den beiden Strategien: Parametrieren und Programmieren. Die offene Architektur ermöglicht die Integration von Visual Studio/Blend und den Einsatz von C#, VB, Java-Script, XAML mit der Technik von .NET, WPF und HTML5. Hinzu kommen die freie Erweiterbarkeit der Funktionalität und Standard-Dateiformate.

"Viele parametrierbare Systemfunktionen und Steuerelemente machen das Tool auch für Maschinenbauer interessant, die zwar ein hohes Maß an Individualität fordern, andererseits aber nicht alle Komponenten selbst programmieren können oder wollen. Das kooperative Engineeringkonzept perfektioniert die Zusammenarbeit im Team und den Einsatz von Ressourcen durch ein zweistufiges Engineering", heißt es von Unternehmensseite.

Neue Software-Features

Auf der SPS in Nürnberg stellt Inosoft nun interessante neue Funktionen vor, wie den neuen Visiwin-OPC-UA-Server. Der Server ermöglicht den Zugriff auf alle in Visiwin verwalteten Variablen über die standardisierte OPC-UA-Schnittstelle, was verschiedene Anwendungsszenarien erlaubt – zum Beispiel als Datenquelle für übergeordneten MES-/ERP-Systeme oder IIOT-Gateways oder für die Maschine-zu-Maschine-Kommunikation. Über eine einfache Konfigurationsmöglichkeit im Visiwin-Projekt kann flexibel entscheiden werden, welche Datenpunkte bereitgestellt werden sollen.

Zur Umsetzung von OEM-Systemen wurde ein Visiwin-7-Server auf Basis von .NET Core entwickelt. .NET Core bietet eine breite Unterstützung unterschiedlicher Plattformen und Architekturen. Der neue Server stellt somit eine plattformunabhängige Alternative zum bestehenden Server unter Windows dar und eignet sich auch zur Integration in Embedded-Systeme. Zur Nutzung beispielsweise auf dem Raspberry Pi wird Inosoft auf der SPS einen Showcase zeigen.

Darüber hinaus sind viele nützliche Erweiterungen zu sehen, zum Beispiel eine benutzerdefinierte Eigenschaftenliste im grafischen Designer oder verbesserte Funktionen zur Übertragung von Projekten auf ein Zielsystem.

SPS: Halle 7, Stand 480

Inosoft (ih)

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