Impression von der SPS 2022 in Nürnberg

Vom 8. bis 10. November zog die SPS rund 44.000 Interessenten auf das Nürnberger Messegelände mit seinen rund 1.000 Ausstellenden (Quelle: Mesago/Arturo Rivas Gonzales)

„Die Wiedersehensfreude war auf allen Seiten deutlich zu spüren, die Gespräche offen und herzlich und die Atmosphäre in den Messehallen unvergleichlich. Man konnte deutlich spüren, wie die SPS-Community diesen lebhaften Austausch und das Eintauchen in die Automatisierungswelt vermisst hat. Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Restart der SPS die Branche wieder begeistern konnten. Die Messe ist der Ort, an dem der Grundstein für viele Zukunftsprojekte in der Automatisierung gelegt wird“, bilanzierte Martin Roschkowski, President der Mesago Messe Frankfurt GmbH.

Wie erwartet, blieben die Aussteller- und Besucherzahlen des SPS-Restarts hinter den Zahlen von 2019 (knapp 1.600 Ausstellende und gut 63.700 Besuchende) zurück. Sylke Schulz-Metzner, Vice President SPS, hatte bereits bei der Vor-Pressekonferenz darauf hingewiesen, dass unter anderem aus Asien kaum bis keine Besucher erwartet würden und es nach wie vor in einígen Unternehmen noch Reisbeschränkungen gebe.

Dennoch war die Stimmung sehr positiv und die Freude des Wiedersehens groß. „Um es mit einem Wort zu beschreiben – es fühlt sich fantastisch an, hier wieder auf der Messe zu sein", sagte beispielsweise Steffen Winkler, CSO der Business Unit Automation der Bosch Rexroth AG und Vorsitzender des Ausstellerbeirats der SPS. "Die Fachbesucher wie auch unsere Mannschaft, unser Team und die Aussteller, die ich bisher selbst sprechen konnte, legen eine unglaubliche Begeisterung an den Tag. Man spürt regelrecht die Power in den Hallen und es ist einfach ein tolles Gefühl, wieder hier live und physisch mit den Menschen zusammen zu sein.“ 

Und auch Fausto Carboni, Geschäftsführer bei der Bonfiglioli Group, betonte: "Es fühlt sich toll an, endlich wieder zurück auf der SPS zu sein! In den letzten Jahren haben wir diese einzigartige Möglichkeit schmerzlich vermisst, denn die SPS ist für unsere Automations-Community bei weitem die wichtigste Messe. Die SPS treibt die Automatisierung voran, indem sie uns hier zusammenbringt und wichtige Geschäftskontakte ermöglicht. Man kann sich die Automation wie ein Puzzle aus vielen Teilen vorstellen, die sich auf der SPS zu einem Gesamtbild zusammenfügen - das macht für uns den Geist der Veranstaltung aus.“

„Es ist ein grandioses Gefühl, wieder auf der SPS zu sein. Die Teilnehmer kommen aus der ganzen Welt, zum Teil haben wir uns seit drei Jahren nicht mehr gesehen. Da kommen zahlreiche intensive Gespräche zustande über neue Konzepte, Ideen und Technologien. Diese im persönlichen Austausch miteinander zu vernetzen, steht klar im Mittelpunkt“, sagte Marcus Bliesze, Vice President Marketing Factory Automation, Siemens AG.

Rahmenprogramm - live und digital

Das Vortragsprogramm auf der Messe konzentrierte sich unter anderem auf die Themen Sustainability in automation, Safety and security sowie New logistic methods and robotic integration. Neben Podiumsdiskussionen und Fachbeiträgen hatten die Besucher vor Ort am Mittwochmorgen die Gelegenheit, Dr. Markus Söder, Ministerpräsident der Christlich-Sozialen Union in Bayern (CSU), MdL, beim digitalen Talk beizuwohnen. Gesprochen wurde unter anderem über die Digitalisierungszukunft sowie die Bedeutung von Messen für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Die Live-Übertragung auf die „SPS on air“-Plattform ermöglichte es, das Highlight ortsunabhängig zu verfolgen. Die Aufzeichnung steht den registrierten Teilnehmenden weiterhin on demand zur Verfügung.

Ein weiterer beliebter Anlaufpunkt war der Gemeinschaftsstand „Automation meets IT“. 23 Unternehmen nutzten den Auftritt im Verbund, um ihre digitalen Lösungen für die Automatisierung einem breiten Fachpublikum zu präsentieren und von dem Dialog mit Experten zu profitieren. Gespräche wurden vor Ort unter anderem zu den Themen hochsichere Datenkommunikation, Maintenance Software, KI-Anwendungen oder auch hochtechnologisierte Steuerungslösungen geführt.

Über die „SPS on air“- Plattform konnten sich Interessenten bereits vorab über ausstellende Unternehmen und ihre Produkte informieren, Vor-Ort-Termine vereinbaren oder im Vorfeld der Messe in den digitalen Austausch treten. Während der Messelaufzeit wurde live von der Technology Stage powered by VMDA/ZVEI in der Halle 3 gestreamt. Die Plattform ist noch bis 15. November 2022 zugänglich.

Fazit und Ausblick

„Keine Frage, als DIE führende Fachmesse für Automatisierung hat die SPS einen Stammplatz in meinem Terminkalender. Nirgends sonst habe ich die Gelegenheit, die große globale Automatisierungsfamilie an einem Ort zu treffen und viele wichtige Impulse mitzunehmen. Auf Lenze und mich persönlich kann die SPS definitiv auch in den nächsten Jahren zählen“, sagte Christian Wendler, Vorstandsvorsitzender der Lenze SE.

Im kommenden Jahr findet die Fachmesse für smarte und digitale Automation vom 14. bis 16. November 2023 in Nürnberg statt.

Eine ausführliche Messeanalyse mit weiteren Ergebnissen zur SPS 2022 wird laut Mesago ab Anfang 2023 zur Verfügung stehen.

Mesago (ih)

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