Porträtbild von Benoît Thooris, neuer Präsident der UniversalAutomation.Org (UAO)

Benoît Thooris übernimmt als President der Non-Profit-Organisation UniversalAutomation.Org (UAO) das Amt von Raquel Torres. (Quelle: UAO)

Die unabhängige Non-Profit-Organisation UniversalAutomation.Org (UAO) verfolgt ihr Ziel einer offenen, softwaredefinierten Automatisierung ab sofort unter neuer Lenkung: Benoît Thooris, vormals Vice President bei der US-amerikanischen Landesgesellschaft von Schneider Electric, wurde im Mai dieses Jahres zum neuen President der 2021 gegründeten UAO gewählt. In seinen mehr als 20 Jahren beim französischen Tech-Konzern Schneider Electric bekleidete B. Thooris verschiedene Führungsrollen in Europa sowie Süd- und Nordamerika.

"Als Vice President in den USA verantwortete der 44-jährige Franzose zuletzt die Go-to-Market-Transformation des regionalen Industriegeschäfts und arbeitete bereits hier intensiv daran, die Marktakzeptanz offener und softwaredefinierter Automatisierungslösungen zu beschleunigen. Neben seinem großen Erfahrungsschatz bei Themen wie industrieller Automatisierung, digitaler Transformation und globaler Unternehmensführung, bringt B. Thooris mit seinem Ingenieursabschluss von der renommierten Grande Ecole Ensam in Paris auch ein fundiertes technisches Fachwissen in seine neue Rolle ein", heißt es in einer Meldung.

B. Thooris erklärt: „Mit UAO sind wir genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Die vielfältigen technologischen und logistischen Herausforderungen, mit denen Industrieunternehmen auf der ganzen Welt zu kämpfen haben, sowie der Einfluss von Software und Digitalisierung, machen die Notwendigkeit für offene Automatisierung deutlich wie nie. Daher freut es mich, künftig aktiv an der Transformation unserer Industrie mitwirken zu können. Als UniversalAutomation.Org bieten wir einen reifen und sofort nutzbaren technischen Ansatz, der eine wirklich vollständig offene, softwaredefinierte Automatisierung ermöglicht.“

Weitere personelle Veränderungen

Ebenfalls im Mai 2026 fand die Jahreshauptversammlung der UAO als Online-Veranstaltung statt. Dabei wurden unter anderem zwei neue Personen in das Board of Directors gewählt. Während Harry He die Rolle des Vertreters der Kyland Group von Sam Huang übernimmt, wird Brad Mozisek künftig die Firma Wood im Leitungsgremium der UAO repräsentieren.

Bei dem auf industrielle Internet- und Netzwerkkommunikation spezialisierten Technologieunternehmen Kyland Group ist Harry He derzeit als Deputy General Manager und General Manager der Smart Control Business Unit tätig. Zuvor hatte der Automatisierungsspezialist unter anderem leitende Funktionen bei Emerson Process Control (Sales Director) und Schneider Electric (VP Process Automation) inne.

Brad Mozisek arbeitet in der Digital Integration Group von Wood als Business Manager sowie als Automation and Control Expert. Zudem ist er am Open Process Automation Center of Excellence von Wood als Program Manager tätig. In führender Rolle beschäftigt er sich hier mit der Entwicklung von Referenzarchitekturen und Application Frameworks. Als Chemical Engineer verfügt B. Mozisek über mehr als 19 Jahre Erfahrung mit Automatisierungsprojekten in der Prozessindustrie. 

"Harry He und Brad Mozisek komplettieren das achtköpfige Leitungsgremium der UAO, das sich nach wie vor aus Vertreterinnen und Vertretern folgender Unternehmen zusammensetzt: ASRock Industrial, ExxonMobil, Intel, Kongsberg Maritime, Kyland, Schneider Electric, Wood und Yokogawa", wir berichtet.

Die Jahreshauptversammlung bestätigte zudem Gregory Boucaud für zwei weitere Jahre in seiner Funktion als Chief Marketing Officer von UniversalAutomation.Org. Der Franzose verantwortet seit 2021 das globale Marketing der Non-Profit-Organisation.

Ansätze und Ziele der UAO

Mit ihrer als Guarded Source verwalteten und für Mitglieder lizenzkostenfrei nutzbaren Umsetzung der Automatisierungsnorm IEC 61499 stellt die UniversalAutomation.Org eine unabhängige Automatisierungsschicht („Automation Layer“) für OT-Komponenten bereit. "Im Unterschied – und daher nicht in Konkurrenz zu Ansätzen wie NOA oder OPC UA – wird damit eine grundlegende Entkopplung von Automatisierungshardware (SPS) und -software ermöglicht, die als Basis für eine im Kern herstellerunabhängige und deutlich freiere Automatisierung (etwa nach IEC 61499) dient. Für Anwenderinnen und Anwender dieses Ansatzes hat das den Vorteil, dass einmal erstellter Code anbieterübergreifend wiederverwendet und dezentral auf verschiedene Hardwarekomponenten aufgespielt werden kann. Zudem verlaufen die Lebenszyklen von Hardware und Software komplett getrennt voneinander, was vor allem Themen wie Integration und Migration erheblich erleichtert. Die UniversalAutomation.Org ist inzwischen auf mehr als 110 Mitgliedsunternehmen angewachsen", heißt es weiter in der Meldung.

UAO (ih)

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