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Wie die Experten mitteilen, zeichnet sich im Vergleich zu den Ergebnissen aus dem letzten Jahr, in der diesjährigen Studie eine Verschiebung der Prioritäten ab: "Investitionen in die digitale Transformation treffen Organisationen heute vor dem Hintergrund der erschwerten Marktbedingungen, internen Veränderungen und der verstärkten Kundennachfrage nach digitalen Transaktionen. Die dadurch veränderten Geschäftsstrategien, spiegeln sich sowohl im digitalen Reifegrad als auch in den Ambitionen von Fertigungsunternehmen wider", heißt es in einer Meldung. Konkret wird angegeben:
- Fast die Hälfte der Befragten (47 %) gab an, dass sie ihre Budgets für digitale Investitionen 2023 um bis zu 20 % erhöhen werden - ein klarer Rückgang gegenüber dem Vorjahr (63 %).
- Die Zahl der Befragten, die ihre Budgets für digitale Investitionen im Jahr 2022 um mehr als 20 % erhöht haben, ist im Jahr 2023 von 20 % auf 3 % gesunken.
- Auf die Frage nach dem digitalen Reifegrad ihres Unternehmens in Bezug auf den Aufbau von Resilienz und die Verbesserung grundlegender Dienste gaben 63 % der Teilnehmer an, dass ihr digitaler Reifegrad mit dem ihrer Konkurrenten vergleichbar ist.
- Während die Mehrheit der Befragten (59 %) sich selbst als ehrgeizig in Bezug auf die Digitalisierung bezeichnete, würden sich nur 3 % selbst als Marktführer bezeichnen - ein deutlicher Rückgang gegenüber den 24 % des letzten Jahres.
„Die unsicheren Marktbedingungen, verursacht durch Lieferketten-Probleme, globale Krisen, Inflation und Rezession, veranlassen Unternehmen in der Fertigungsindustrie dazu, ihre Resilienz zu verbessern. 60 % der teilnehmenden Unternehmer nannten Inflation und steigende Betriebskosten als größte Herausforderung für den Erfolg ihres Unternehmens“, so Mascha Tamarinof, Global Vertical Lead für B2B bei Valtech. „Die Ambitionen sind gesunken, aber die Investitionen in die Digitalisierung bleiben weiterhin hoch. Wir sehen auch eine Verlagerung hin zu einem Composable-Ansatz bei der IT-Infrastruktur. Das führt zu einem agileren Setup, das Unternehmen die Flexibilität gibt, schneller auf veränderte Kundenerwartungen und Marktbedingungen reagieren zu können.“
Die Teilnehmer der Studie nennen interne Zusammenarbeit und Kommunikation als Schlüssel zur Maximierung der digitalen Investitionen. Die Mehrheit (63 %) der Befragten gab jedoch an, dass es trotz der gemeinsamen digitalen Roadmap ihres Unternehmens keine regionale oder abteilungsübergreifende Abstimmung gäbe. Die folgenden Ergebnisse bestätigen die Notwendigkeit, sich mit organisatorischer Planung zu befassen:
- Fast ein Drittel (31 %) der Befragten gab an, dass der für die Umsetzung digitaler Strategien erforderliche kulturelle Wandel die größte Hürde darstellt.
- 27 % der Befragten erklären, dass ihnen eine klare Roadmap für ihre digitalen Initiativen und Abläufe fehlt. Als Grund wurden geografische und strukturelle Silos genannt.
- 1 von 10 (9 %) der Befragten fehlt die notwendige Unterstützung der Führungsebene, die sie für die Durchführung ihrer digitalen Transformationsprojekte benötigen.
„Die Zeiten, in denen digitale Experimente und Innovationen mit unbestimmter Time-To-Market einfach ausprobiert wurden, sind vorbei. Führungskräfte priorisieren heute digitale Initiativen mit direkten und zeitnahen Auswirkungen auf den ROI.“, erklärt Herbert Pesch, Managing Director, B2B bei Valtech. „Viele sehen die Möglichkeit, schnell einen konkreten Wert zu generieren, indem sie eCommerce und digitale Dienstleistungen auf integrierte Weise anbieten. Dazu gehört die Konsolidierung verschiedener Services über ein Kundenportal und eine einheitliche, nahtlosen Experience für Kund:innen. Um dies zu erreichen, müssen Unternehmen in der Fertigungsindustrie jedoch zunächst ihre eigenen organisatorischen Herausforderungen lösen. Dazu zählt unter anderem das Aufbrechen von Silos zwischen verschiedenen Abteilungen.“
Im Hinblick auf die Maximierung des ROI ihrer existierenden Investitionen in digitale Transformation im Jahr 2023, geben die Unternehmen an, dass sie hauptsächlich durch Kosteneffizienz motiviert sind, wenn es darum geht, das Potential von Digitalisierung zu nutzen (27 %). An zweiter Stelle steht der Erhalt von Kundentreue und -zufriedenheit durch eine bessere Customer Experience sowie die digitale Bereitstellung von Dienstleistungen und Produkten (25 %). Die Umfrage zeigt auch, dass es eine Verschiebung hin zu einem Composable oder Headless-Ansatz, Software-as-a-Service-Plattformen (SaaS) und Servitization gibt. 43 Prozent der Befragten setzen bei ihrer digitalen Strategie auf Composable Best-of-Breed-Lösungen mit maßgeschneiderten Microservices. Durch die Einführung flexibler Lösungen, die sich schnell an Veränderungen anpassen, können Unternehmen über ihre E-Commerce-Plattformen, Kundenportale und digitalen Dienste besser auf die Nachfrage ihrer Kunden reagieren - ein Bereich, auf den sich 52 % der Hersteller nach eigenen Angaben im kommenden Jahr konzentrieren werden.
„Unternehmen der Fertigungsindustrie verlassen sich auf digitale Tools, um komplexe Geschäftsprozesse zu vereinfachen und Aftermarket-Transaktionen mit ihren Kunden zu erleichtern“, kommentiert Lisa Hellqvist, Managing Director bei Copperberg. „Immer mehr B2B-Kund:innen bevorzugen digitale Kanäle für ihre Transaktionen. Diese Entwicklung unterstreicht den Bedarf nach einer einfachen und reibungslosen Customer Experience. Sobald innerhalb der Unternehmen ein Konsens herrscht, können Hersteller das volle Potenzial ihrer digitalen Investitionen nutzen, um kundenorientierter zu werden und ihre Kapazitäten für E-Commerce- und Datenanalyse auf möglichst kosteneffiziente Weise zu erweitern. Es ist großartig, in diesem Bericht so viele nützliche Tipps und Ratschläge von führenden Unternehmen für ihre digitale Transformation zu lesen.“
Details zur Umfrage
Die jährlich stattfindende Umfrage von Valtech unter führenden Unternehmen der Fertigungsindustrie konzentriert sich auf den aktuellen Stand ihrer Investitionen, ihre Fortschritte und ihren Fokus in Bezug auf digitale Transformation. Das Ziel der Studie besteht darin, die Herausforderungen der Branche besser zu verstehen, und bietet Unternehmen aus der Fertigungsindustrie ein Forum, um sich mit Branchenkollegen über ihre aktuellen Ziele, Geschäftsstrategien und Herausforderungen auszutauschen. Wenn Unternehmen aus der Fertigungsindustrie die nächsten Schritte ihrer digitalen Transformation einleiten, geben ihnen die Ergebnisse und Empfehlungen wichtige Tipps, um fundiertere Entscheidungen bezüglich ihrer digitalen Ambitionen zu treffen und in die Tat umzusetzen.
Um ein kostenloses Exemplar des Berichts herunterzuladen, besuchen Sie: https://www.valtech.com/whitepapers/the-voice-of-digital-leaders-in-manufacturing-2023