Foto von VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt

VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt (Quelle: VDMA)

„Damit verblieb im April unterm Strich eine Stagnation der Bestellungen zum Vorjahr“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt.

Dieses Nullwachstum wurde laut dem VDMA nicht nur durch eine geografische Spreizung geprägt, sondern auch durch unterschiedliche Entwicklungen der Kundenbranchen des Maschinenbaus. „Man sieht am Beispiel der Rechenzentren, die auch vom Maschinenbau ausgestattet werden, wie einzelne Bereiche von einer Sonderkonjunktur auch in Deutschland profitieren können. Das kompensiert aber nicht die wachsenden Standortprobleme der Industrie, die sich nur mit raschen und tiefgreifenden strukturellen Reformen lösen lassen. Noch immer wird zu viel über Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit geredet und viel zu wenig umgesetzt. Wir brauchen niedrigere Unternehmenssteuern, einen flexibleren Arbeitsmarkt, echte Kostenentlastung in der Bürokratie und eine Reform der Sozialversicherungssysteme“, fordert der VDMA-Chefvolkswirt.  

Für den weniger schwankungsanfälligen Dreimonats-Zeitraum von Februar bis April 2026 weist der Verband insgesamt für seine Branche ein Orderplus von real 5 % aus: Hier macht sich der von Großaufträgen und Großanlagengeschäft geprägte starke Berichtsmonat März bemerkbar. Dabei sanken die Inlandsbestellungen um real 2 %, während aus dem Ausland 9 %mehr Orders verbucht wurden. Die Euro-Länder wiesen ein Nullwachstum auf, aus den Nicht-Euro-Ländern kamen 12 % mehr Orders.

VDMA (ih)

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