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VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt (Quelle: VDMA)

Der zunehmende Optimismus zeigt sich laut der VDMA-Befragung auch in den Umsatzerwartungen: Im laufenden Jahr rechnen rund 57 % der Unternehmen mit einem nominalen Umsatzanstieg. 22 % erwarten eine Stagnation, 21 % einen Rückgang. Für 2027 halten 62 % ein nominales Umsatzwachstum für möglich.

„Die Ergebnisse der jüngsten Konjunkturerhebung geben Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Dennoch bleibt das Umfeld für den Maschinen- und Anlagenbau herausfordernd. Geopolitische Verwerfungen und der verschärfte Wettbewerb mit China bringen viele Unternehmen an ihre Grenzen. Die Kosten am Standort Deutschland sind zu hoch. Die Politik muss den Reformstau am Standort Deutschland endlich auflösen“, kommentiert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt die Ergebnisse.

Elektroindustrie setzt positive Impulse

In seiner Meldung weist der VDMA darauf hin, dass die Geschäftsaussichten in den Kundenindustrien sehr unterschiedlich bleiben: Kräftige Wachstumsimpulse kommen vor allem aus eher kleineren Kundenbranchen, wie der Verteidigungsindustrie, der Luft- und Raumfahrt sowie der Medizintechnik. Auch die Elektro- und Elektronikindustrie profitiert weiterhin von hohen KI-Investitionen. Zudem wird der Maschinenbau als Abnehmer wieder etwas positiver beurteilt. Dagegen bleiben die Perspektiven in der Automobil- und Chemieindustrie wegen des intensiven internationalen Wettbewerbs schwach. "Dies belastet auch stark von der Automobilindustrie abhängige Fachzweige des Maschinenbaus, etwa die Robotik + Automation. Dort wird die aktuelle Lage weiterhin nahezu unverändert als durchwachsen eingeschätzt. Die Aussichten haben sich jedoch spürbar aufgehellt, auch dank positiver Impulse aus Teilbranchen wie der industriellen Bildverarbeitung. Die Bauindustrie zeigt sich trotz leichter Verbesserungen weiterhin verhalten", geben die VDMA-Experten an.

Personalabbau weiter Kernthema

Der Branchenverband rechnet damit, dass sich der Personalabbau angesichts der schwierigen und unsicheren Rahmenbedingungen in den kommenden Monaten fortsetzen wird. Zwar würden mehr als die Hälfte der Unternehmen (52 %) eine stabile Stammbelegschaft erwarten, mehr als 30 % sehen sich allerdings zum Stellenabbau gezwungen. Weniger als jedes fünfte Unternehmen plane zusätzliche Einstellungen (18 %). „Die zahlreichen Schocks der vergangenen Jahre und die Transformation der Industrie haben deutliche Spuren in den Unternehmen hinterlassen. Das zeigt sich auch bei der Beschäftigung: Seit 2019 sind im Maschinen- und Anlagenbau rund 100.000 Stellen am Standort Deutschland weggefallen“, sagt Dr. Gernandt.

VDMA (ih)

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