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VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt (Quelle: VDMA)

„Geopolitische Konflikte belasten unsere Geschäfte schon seit längerem und jetzt ist noch der Iran-Krieg dazugekommen, der für weitere Unsicherheit sorgt. Für das globale Investitionsklima sind all diese Auseinandersetzungen eine schwere Belastung, die sich deutlich bemerkbar macht“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt.

Für den weniger schwankungsanfälligen Drei-Monats-Zeitraum Dezember 2025 bis Februar 2026 verweist der VDMA auf ein Bestellminus von real 8 % zum Vorjahr: Die Inlandsbestellungen sanken um 6 %, die Auslandsorders um 8 %. Aus den Euro-Ländern kamen 2 % weniger Aufträge, aus den Nicht-Euro-Ländern waren es 11 % weniger Orders.

Ergebnisse der aktuellen VDMA-Konjunkturerhebung

Die schwache Auftragslage spiegelt sich auch in der aktuellen VDMA-Konjunkturerhebung wider. Der VDMA nennt einige Ergebnisse: Insgesamt hat sich die Stimmung im Maschinen- und Anlagenbau wieder leicht eingetrübt. Laut der im März durchgeführten Umfrage unter Mitgliedsfirmen bewerten rund ein Viertel der insgesamt 881 Unternehmen ihre aktuelle Lage als „sehr gut“ oder „gut“. In der Umfrage von Ende Januar lag der Wert bei noch knapp 30 %. Etwa 26 % der Unternehmen gibt aktuell dagegen das Urteil „schlecht“ oder „sehr schlecht“ ab. Auch die Aussichten haben einen Dämpfer erlitten. Etwa ein Viertel der Unternehmen ist optimistisch mit Blick auf die nächsten 6 Monate (Januar: 30 %). 14 % erwarten eine weitere Verschlechterung der Geschäftslage (Januar: 9 %).

Dies wirkt sich auch auf den Blick nach vorne aus: Für das laufende Jahr rechnen rund 52 % der Unternehmen mit einer nominalen Umsatzsteigerung, knapp 30 % sehen eine Stagnation als realistisch an und knapp 18 % erwarten einen Umsatzrückgang. ​​​„Wenig überraschend haben sich im aktuellen Umfeld sowohl die allgemeine Lageeinschätzung als auch die Aussichten mit Blick auf die kommenden 6 Monate eingetrübt. Der Dämpfer fällt hier jedoch moderat aus, was die Hoffnung auf eine zaghafte Konjunkturerholung im laufenden Jahr weiterhin am Leben hält“, resümiert Dr. Gernandt.

„Nichtsdestotrotz ist es jetzt entscheidend, dass die Regierungskoalition die seit langem angekündigten Reformen endlich beschließt und direkt umsetzt“, fügt er hinzu. „Das Zeitfenster bis zum Sommer muss unbedingt genutzt werden! Die Zeit ist reif für einen neuen Agenda-Moment in Deutschland.“

VDMA (ih)

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