VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann erläutert im Interview unter anderem die Auftragseingangszahlen im deutschen Maschinen- und Anlagenbau für August (Quelle: VDMA)
Aus dem Euro-Raum kamen laut VDMA im Berichtsmonat August 33 % weniger Aufträge, aus den Nicht-Euro-Ländern waren es 20 % weniger Orders. „Die besonders hohe Minusrate des Euro-Raums geht auf einen Basiseffekt zurück: Im August 2022 gab es viele Bestellungen für Großanlagen von den Euro-Ländern. Eine Trendwende bei den Bestellungen aus dem In- und Ausland ist leider angesichts der andauernden Flaute in der Weltkonjunktur nicht in Sicht“, sagt Olaf Wortmann, Konjunkturexperte im VDMA. Allerdings könne die hohe Reichweite der Auftragsbestände (Stand Juli: 11,1 Monate) die Produktion noch immer puffern, die im Zeitraum Januar bis Juli ihr Vorjahresniveau real um 1,7 % übertraf.
Im weniger schwankungsanfälligen Drei-Monats-Zeitraum Juni bis August 2023 sanken die Bestellungen nach Angaben des Branchenverbands um real 16 % im Vergleich zum Vorjahr: Aus dem Inland kamen 13 % weniger Orders, aus dem Ausland wurden 17 % weniger Aufträge verbucht. Die Euro-Länder blieben um 14 % unter Vorjahresniveau, das Minus aus den Nicht-Euro-Ländern betrug 17 %.