Foto von VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt

VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt (Quelle: VDMA)

"Maßgeblich verantwortlich für diesen Rückschlag war zwar ein Basiseffekt im Ausland. Zudem gab es im September 2024 Sondereffekte durch Bestellungen für Großanlagen, die sich so nicht wiederholt haben“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt. „Aber das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich der Maschinenbau weiterhin in einer spürbaren Nachfrageflaute und Unterauslastung befindet. Dies wird sich grundsätzlich erst auflösen, wenn die vielen Krisen im globalen Handel etwa rund um die US-Strafzölle gelöst werden und in Deutschland und Europa Reformen durchgeführt werden, die die Unternehmen wirklich entlasten“, ergänzt er. „Wir bestätigen damit unsere Prognose eines realen Produktionsrückgangs von 5 % in diesem Jahr.“

Für das gesamte dritte Quartal 2025 (Juli bis September) weist der VDMA einen Rückgang des Auftragseingangs um 6 % im Vergleich zum Vorjahr aus: Die Inlandsorders resultierten real 3 % schwächer, die Auslandsbestellungen verfehlten das Vorjahresquartal um 7 % (Euro-Länder: -2 %, Nicht-Euro-Länder: -9 %). Für die ersten neun Monate 2025 (Januar bis September) resultierte damit ein leichter Auftragsrückgang von 1 %, der sich gleichmäßig auf In- und Ausland verteilte. Während aus den Euro-Ländern in diesem Zeitraum noch Orderzuwächse von 10 % verbucht werden konnten, blieben die Nicht-Euro-Länder um 5 % hinter dem Vorjahr zurück.

VDMA (ih)

Ähnliche Beiträge