VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann im Interview

VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann freut sich über die hohen Zuwächse beim Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau 2021 (Quelle: VDMA)

Für den Maschinen- und Anlagenbauern war das erste Corona-Jahr 2020 noch geprägt von deutlichen Rückgängen bei den Bestellungen. Das hat sich 2021 deutlich verbessert: Preisbereinigt übertraf der Auftragseingang laut dem VDMA sogar das hohe Niveau des konjunkturell guten Jahres 2018 um 7 %. „In der Folge sind die Unternehmen mit einem überdurchschnittlich hohen Auftragsbestand von 10,9 Monaten ins laufende Jahr gestartet. Das gibt Sicherheit, auch wenn die bestehenden Lieferengpässe noch eine ganze Weile andauern und die Abarbeitung der Aufträge erschweren werden“, resümierte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann.

Im Dezember 2021 zeigten die Unternehmen nochmals einen Schlussspurt und verbuchten ein Orderplus von 21 %. „Dies ist besonders erfreulich, da das Bestellniveau im Dezember 2020 bereits recht hoch lag“, erläuterte O. Wortmann. Die Inlandsorders stiegen im Berichtsmonat um 15 %, die Bestellungen aus dem Ausland legten um 24 % zu. Aus den Euro-Ländern kamen dabei 15 % mehr Bestellungen, aus den Nicht-Euro-Ländern waren es  28 % mehr Aufträge.

Für das gesamte vierte Quartal 2021 ergab sich nach Angaben des Branchenverbands  ein Auftragszuwachs von 21 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Inlandsbestellungen erhöhten sich um 14 %, aus dem Ausland kamen 24 % mehr Aufträge. Die Euro-Länder erhöhten ihre Orders in diesem Zeitraum um 28 %, die Nicht-Euro-Staaten um 23 %.

VDMA (ih)

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