Die Industrieanforderungen
Sind nun die Profinet-Anlagen in den Netzwerkverbund eines Automobilwerks oder einer anderen großen Gebrauchsgüterfertigung zu integrieren, werden vielfach Verbindungen mit achtadrigem Leitungsaufbau zur Übertragung von Gigabit-Ethernet vom Anwender gefordert. Vor Kurzem wurden entsprechende industrietaugliche Leitungen für Profinet spezifiziert; dabei kommt nach wie vor RJ45 als Schnittstelle zum Einsatz. Auch der Wunsch nach einer einfachen, Fehler vermeidenden Lösung zur Konfektion des Steckers bleibt bestehen, wobei nicht mehr vier, sondern acht Adern am Stecker kontaktiert werden müssen. Im Bürobereich werden hier oft vorkonfektionierte Systeme eingesetzt, um den Arbeitsaufwand zu minimieren. In Industrieanlagen funktioniert das in der Regel nicht, weil Leitungswege nicht genau planbar sind, Überlängen vermieden werden sollen und Leitungen vielfach durch enge Öffnungen und Kanäle gezogen werden müssen. Hierbei könnte es zur Zerstörung der angeschlagenen Stecker kommen. Aus diesem Grund wird in der Industrie sehr oft direkt vor Ort konfektioniert.
Kompatibel zur bisherigen Lösung
Um den Anschluss achtadriger Leitungen im Feld zu verbessern, wurde von Siemens ein Fast-Connect-RJ45-Stecker mit neuartigem Adermanagement entwickelt. Dieser RJ45-Stecker verfügt, wie die vieradrige Variante auch, über ein robustes Metallgehäuse. Bei gleicher Bauform ist er ebenso in allen aktiven Netzwerkkomponenten der Produktlinien Scalance und Ruggedcom mit zusätzlichem Haltekragen einsetzbar. Dabei dient der Haltekragen dazu, den Stecker mit dem Gehäuse der Netzwerkkomponente zu verbinden. Auf diese Weise werden Zug- und Drehbewegungen der Installationsleitungen vom Gehäuse der Netzwerkkomponente abgefangen und können nicht negativ auf die RJ45-Buchse am Gerät wirken. Weiterhin erfolgt durch das Metallgehäuse eine optimale Anbindung des Leitungsschirms an das Gehäuse der aktiven Netzwerkkomponente und somit eine gute Ableitung von eventuellen EMV-Störungen aus dem Leitungsschirm.

