Abbild Umsatzwachstum

Bild: Umsatzwachstum (Quelle: Weidmüller)

„Rückblickend haben sich unsere Investitionen in den Aufbau von Know-how in der Automatisierung und Digitalisierung, in den Rückkauf unserer Vertriebsgesellschaften in Nordamerika sowie in andere wichtige Wachstumsregionen ausgezahlt“, erklärte der Weidmüller-Vorstandssprecher Jörg Timmermann in Detmold. Mit dem Ausbau des „U-Mation“ Automatisierungssystems, der Übernahme der Mehrheit am Visualisierer GTI im Sommer sowie der Kooperation mit dem österreichischen Spezialisten Keba hat Weidmüller den eingeschlagenen Weg fortgesetzt. „Wir wollen unsere Marktposition in den Bereichen Automatisierung und IoT kontinuierlich ausbauen und entwickeln unser Portfolio entsprechend weiter“, verdeutlichte Volker Bibelhausen, seit dem 1. September 2018 neuer Technologievorstand von Weidmüller.

Erfolgreicher Automations- und Digitalisierungsfokus

Weidmüller bietet mittlerweile ein großes Portfolio an kommunikationsfähigen Komponenten zur Bereitstellung und Verarbeitung von Prozessdaten an. „Wir stellen fest, dass Weidmüller bei vielen Kunden nicht mehr allein mit passiven Komponenten, sondern auch mit Digitalisierungsthemen wie Industrial Analytics assoziiert wird. Zudem schätzen Kunden unsere Lösungskompetenz im Schaltschrankbau“, erklärte Weidmüller-Vertriebsvorstand José Carlos Álvarez Tobar. Das macht sich auch beim Umsatz bemerkbar – mit einem Wachstum von mehr als 25 % steuert die Division Automation Products and Solutions, welche sich überwiegend mit Lösung für die Automatisierung und Digitalisierung beschäftigt, einen immer größeren Teil dazu bei. „Auf der SPS IPC Drives Ende November in Nürnberg haben wir eine Automatisierungslösung in einem Demonstrator gezeigt, der erstmalig mit Systemen von Weidmüller gesteuert wurde“, erklärt Álvarez Tobar.

Smarte Verbindungstechnik und industrielle Infrastruktur stärker im Fokus

Gleichzeitig erreicht der Trend der Digitalisierung in der Industrie auch rein elektromechanischen Komponenten wie Steckverbinder. Diese sollen zukünftig Daten an Schnittstellen in Anlagen sammeln und kommunizieren, was zu neuen Services führen und die Verfügbarkeit erhöhen soll. „Steckverbinder werden smart, übernehmen Zusatzfunktionen und können zukünftig zum Beispiel in Gleichspannungsverteilungen die Verfügbarkeit und Sicherheit erhöhen“, erklärte V. Bibelhausen. Auf diese Trends hat das Unternehmen mit der Etablierung des Smart Connectivity Competence Centers in Lemgo im Oktober reagiert, wo Entwickler an Themen zum Wandel der industriellen Infrastruktur und der digitalen Beschreibung der Produkte arbeiten.

Daneben nehmen Services und Dienstleistungen bei Weidmüller einen zunehmend wichtigen Teil ein. „Mit unseren Services zielen wir darauf ab, dass Kunden ihre Prozesse und Abläufe optimieren können. Im Bereich Connectivity Consulting zum Beispiel haben wir ein erfahrenes Team aufgebaut, dass Kunden im Schaltschrankbau und bei Fragen, wie etwa eine Feldverkabelung optimal ausgeführt werden kann, berät“, so V. Bibelhausen.

Neues Kunden- und Technologiezentrum

Erleben können sollen Kunden die Lösungen und Services zukünftig im Staffelgeschoß des neuen Kunden- und Technologiezentrums von Weidmüller. In dem knapp 12.000 m2 großen Gebäude wurde großer Wert auf die Aspekte Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und moderne Arbeitsplatzgestaltung gelegt. So verfügt das neue Kunden- und Technologiecenter über Büro- und Konferenzräume, in denen die Mitarbeiter interdisziplinär arbeiten können. „Aus dem digitalen Wandel wird sich die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern und mit Kunden verändern. Das CTC eröffnet vollkommen neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit – im Unternehmen und mit Kunden“, erklärte J. Timmermann. Bei der Konzeption des Gebäudes sei bewusst auf Einzelbüros verzichtet worden, um eine offene Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Die neuen Teambüros sollen die Zusammenarbeit sowie den Austausch untereinander stärken. Auch das Open-Space-Konzept und die Break-Out-Zonen sollen dazu beitragen.

Ausblick auf 2019

Für das Jahr 2019 ist der Vorstand der Weidmüller-Gruppe trotz zahlreicher Unsicherheitsfaktoren insgesamt zuversichtlich, erwartet jedoch eine deutlich zurückgehende Wachstumsdynamik. Der Branchenverband Zentralverband der Elektroindustrie (ZVEI) geht 2019 von einem Wachstum von 4 % aus, der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) rechnet mit einem Wachstum von 2 %. „Es sind viele Unsicherheiten erkennbar, die uns vorsichtig in die Zukunft schauen lassen. Neben den Währungseffekten sind dies vor allem steigende Materialkosten sowie Unwägbarkeiten durch die zunehmend protektionistische Handels- und Wirtschaftspolitik, die Auswirkungen der Brexit-Verhandlungen sowie die politische Entwicklung weltweit“, so J. Timmermann.

www.weidmueller.de

OA Redaktion

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