Abschließende Bewertung

Abbild Instandhaltung

Bild 5: Instandhaltung (Quelle: Kraus Partner)

Ein solches strategiefokussiertes Instandhaltungsmanagement hat folgende Vorteile:

  • Beim Festlegen der Instandhaltungsmaßnahmen stehen die Unternehmensziele und die Anlagenverfügbarkeit im Vordergrund.
  • Die Bewertung von Risiken sowie die Entscheidungswege und -kriterien sind standardisiert.
  • Die Betriebskosten können unter Berücksichtigung der Risiken gezielt reduziert werden.
  • Die Entscheidungen/Vorgehensweisen sind für alle Unternehmensebenen transparent.
  • Die Diskussion der Instandhalter mit den Kostenverantwortlichen wird auf eine sachliche Basis gestellt.
  • Betriebsmannschaft und Instandhaltung werden bezüglich Kosten (-reduzierung) sensibilisiert.

Beim Einführen eines solchen Instandhaltungsmanagements werden häufig folgende Fehler gemacht:

  • Die Anlagenstruktur ist nicht (ausreichend) als Basis für die Bewertung he­rangezogen.
  • Die Bewertungsfaktoren sind nicht präzise formuliert und lassen zu viel Interpretationsspielraum.
  • Die operative Ebene (Betriebsmeister/Handwerker) wird in das Formulieren der Faktoren nicht eingebunden.
  • Es sind keine klaren Ziele/Anforderungen an die Anlage formuliert.
  • Der neue Prozess (Ablauf der Entscheidungsfindung) wird nicht regelmäßig angewendet und zeigt deshalb kaum Wirkung.
  • Getroffene Entscheidungen, Festlegungen sowie Planungen werden ohne triftigen Grund revidiert.

Werden diese Fehler vermieden, dann bekommen Betreiber und Instandhalter mithilfe des strategiefokussierten Instandhaltungs-Managements ein mächtiges und zugleich einfach zu handhabendes Werkzeug, um die Instandhaltungskosten zu reduzieren und die Verfügbarkeit der Anlage im geforderten Maß sicherzustellen.

 

 

Herbert Diehl arbeitet als Berater und Projektmanager für die Unternehmensberatung Dr. Kraus & Partner in Bruchsal. Er ist Spezialist für Instandhaltungs- und Geschäftsprozessmanagement.

Herbert Diehl
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