Die wertmäßigen Auftragseingänge in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie haben auch im August zweistellig zugelegt. (Quelle: ZVEI)
„Treibende Kraft hinter der regional wie sektoral insgesamt breit angelegten Nachfrageentwicklung war nicht zuletzt erneut der IKT-Bereich“, kommentierte Dr. Andreas Gontermann, ZVEI-Chefvolkswirt, die August-Zahlen.
Für den aussagekräftigeren Zeitraum der ersten acht Monaten 2026 weist der ZVEI ein Orderplus von 13,1 % für seine Branche aus: Auch hier zogen die Inlandsaufträge mit plus 17,5 % wiederum stärker an als die Orders aus dem Ausland. Letztere konnten um 10 % zulegen (Eurozone: +8,1%, Drittländer: +10,9%).
Die reale, sprich: preisbereinigte Elektroproduktion in Deutschland ist im August um 4,5 % gegenüber Vorjahr gestiegen. „Es war der bislang höchste Zuwachs im laufenden Jahr, der die zusammengenommene Entwicklung von Januar bis August jetzt auf ein Plus von 1,1 % gehievt und damit weiter an unsere Zwei-Prozent-Prognose fürs Gesamtjahr herangerückt hat”, so Dr. A. Gontermann.
Mit 18,6 Mrd. € übertraf der nominale Umsatz der deutschen Elektro- und Digitalindustrie laut dem Branchenverband im August 2026 seinen Vorjahreswert um 11 %. "Die Inlandserlöse erhöhten sich dabei um 9,6 % und die Auslandsumsätze um 12,1 %. Besonders dynamisch entwickelten sich im August die Geschäfte mit Drittländern, die um 15,8 % zulegen konnten. Die Erlöse mit Kunden aus dem Euroraum zogen moderater an – um 5,7 %", wird in einer Meldung angegeben.
Kumuliert von Januar bis August 2026 weist der ZVEI einen aggregierten Branchenumsatz von 153,9 Mrd. € (+6,2 % gegenüber Vorjahr): Dabei wurden 72,5 Mrd. € (+7,2%) mit Geschäftspartnern im Inland und 81,5 Mrd. € (+5,3%) mit solchen im Ausland erwirtschaftet. Die Umsätze mit dem Euroraum legten um 4,5 % zu, während die Geschäfte mit Drittländern zwischen Januar und August um 5,8 % wuchsen.
Mit Blick auf das Geschäftsklima in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie wird berichtet, dass dieses ist im September 2026 insgesamt leicht gesunken ist. „Es bleibt aber klar im positiven Bereich”, sagte Dr. A. Gontermann. „Die Beurteilung der aktuellen Lage fiel etwas günstiger aus als noch im August. Die allgemeinen Geschäftserwartungen gaben dagegen nach.”
Die Zahl der Beschäftigten in der heimischen Elektro- und Digitalindustrie lag zuletzt bei 864.800 bzw. 1,4 % niedriger als vor einem Jahr. 11.200 arbeiten kurz.