Grafische ZVEI-Darstellung des Auftragseingangs in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie im Mai

Im Mai 2023 lagen die nominalen Auftragseingänge in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie laut ZVEI um 6,5 % unter ihrem Vorjahreswert (Quelle: ZVEI)

„Damit war der Wert der eingehenden Bestellungen den dritten Monat in Folge rückläufig“, kommentierte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann die Mai-Zahlen. Er stellte allerdings auch fest: „Dagegen bleibt die Reichweite der aufgelaufenen Auftragsbestände mit gut fünf Monaten noch überdurchschnittlich hoch.“ 

In den gesamten ersten fünf Monaten dieses Jahres lagen die Auftragseingänge laut ZVEI um 1,9 % niedriger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Hier standen sich ein Plus bei den Inlandsorders von 3,4 % und ein Minus bei den Auslandsbestellungen von 6,0 % (Euroraum - 6,5 %, Drittländer - 5,8 %) gegenüber.

Wie der Verband weiter mitteilt, stagnierte die reale, um Preiseffekte bereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter in Deutschland im Mai (+0,1 % gegenüber Vorjahr). Im Gesamtzeitraum von Januar bis Mai fiel sie um 4,7 % höher aus als im Jahr zuvor.

Der Gesamtumsatz in der heimischen Elektro- und Digitalindustrie wird für Mai 2023 mit 19,7 Mrd. € angegeben, womit er um 8,1 % höher lag als im Vorjahr. „Damit fiel der nominale Zuwachs erstmals in diesem Jahr nur einstellig aus“, so Dr. A. Gontermann. "Inlands- und Auslandserlöse stiegen im Mai um 10,5 % gegenüber Vorjahr auf 9,5 Mrd. € bzw. um 6,1 % auf 10,2 Mrd. €. Die Erlöse mit Geschäftspartnern aus der Eurozone wuchsen um 7,7 % auf 3,7 Mrd. €. Mit Drittländern wurden 6,5 Mrd. € umgesetzt (+ 5,3 %)", wird in einer Meldung angegeben.

In den ersten fünf Monaten dieses Jahres kamen die aggregierten Branchenerlöse laut ZVEI auf 98,9 Mrd. €. "Damit übertrafen sie den entsprechenden Vorjahreswert um 13,5 %. Zwischen Januar und Mai beliefen sich die Geschäfte mit inländischen Kunden auf 47,9 Mrd. € (+16,4 %). Der Umsatz mit ausländischen Partnern zog um 11,2 % auf 51,0 Mrd. € an (Euroraum: + 10,3 % auf 18,5 Mrd. €, Drittländer: + 11,8 % auf 32,5 Mrd. €)", heißt es in der Meldung weiter.

"Das Geschäftsklima in der Elektro- und Digitalindustrie hat sich auch im Juni abgeschwächt – der nunmehr dritte Rückgang in Folge. Die Firmen beurteilten sowohl ihre Lage als auch ihre allgemeinen Geschäftserwartungen etwas ungünstiger als noch im Vormonat", gibt der Verband an. Dr. A. Gontermann: „Insgesamt bleibt das Klima aber noch im positiven Bereich.“ Die Zahl der Beschäftigten in der Branche lag mit 906.000 zuletzt um 3,4 % höher als noch vor einem Jahr.

ZVEI (ih)

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