Deutsche Elektroindustrie - Auftragseingang

(Quelle: ZVEI)

„Dieser hohe Zuwachs ist dabei nicht nur der anziehenden Konjunktur zu verdanken, sondern stellt auch eine statistische Gegenbewegung auf den Rückgang im März des vergangenen Jahres dar, dem damals ersten Lockdown-Monat der Pandemie“, erklärt ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. Aus der Eurozone gingen im März dieses Jahres 25,6 % mehr Bestellungen ein als im März 2020. Die Orders von Kunden aus Drittländern erhöhten sich um 28,6 %.

Für das erste Quartal 2021 steht damit laut dem ZVEI ein Auftragsplus von 15,6 % gegenüber Vorjahr in den Büchern. Hier legten die Inlandsbestellungen um 14,7 % und die Auslandsorders um 16,4 % zu. Aus dem Euroraum gingen zwischen Januar und März 11,7 % mehr Bestellungen ein als im gleichen Zeitraum vor einem Jahr. Gleichzeitig stiegen die Orders aus Drittländern um 19 %.

Die reale, um Preiseffekte bereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse hat ihren Vorjahreswert im März um 11,6 % übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs die Herstellung im ersten Quartal 2021 damit insgesamt um 3,1 %.

Der aggregierte Umsatz der deutschen Elektrounternehmen kam im März 2021 auf 18,3 Mrd. €. „Das waren 3 Mrd. € mehr als im Februar“, so Dr. A. Gontermann. Gegenüber ihrem Vorjahreswert lagen die Erlöse um 9,8 % höher. Während die Inlandserlöse um 6,9 % auf 8,5 Mrd. € stiegen, fiel das Plus beim Auslandsumsatz mit 12,4 % (auf 9,8 Mrd. €) fast doppelt so hoch aus. Die Geschäfte mit Partnern aus der Eurozone zogen im März um 14,7 % auf 3,5 Mrd. € an, die Erlöse mit Kunden aus Drittländern erhöhten sich um 11,3 % auf 6,3 Mrd. €.

Mit 47,9 Mrd. € in den gesamten ersten drei Monaten dieses Jahres übertraf der Branchenumsatz seinen entsprechenden Vorjahreswert um 3,1 %. Hier nahmen die Inlandserlöse nur um 1,2 % auf 22,2 Mrd. € zu, wohingegen sich der Auslandsumsatz um 4,7 % auf 25,7 Mrd. € verbessern konnte. Die Erlöse mit Kunden aus dem Euroraum wuchsen zwischen Januar und März um 3,7 % auf 9,4 Mrd. €. Mit Drittländern wurden 16,3 Mrd. € und damit 5,3 % mehr als im Vorjahr umgesetzt.

Die Kapazitätsauslastung in der Elektrobranche ist zu Beginn des zweiten Quartals 2021 auf 86,7 % der betriebsüblichen Vollauslastung gestiegen und liegt damit jetzt mehr als zehn Prozentpunkte höher als vor einem Jahr. Gleichzeitig erhöhte sich die Reichweite der Auftragsbestände auf 3,8 Produktionsmonate. Die Produktionspläne blieben im April gegenüber März unverändert expansiv. „Derweil verlagern sich die Produktionshemmnisse weiter zunehmend auf die Angebotsseite“, sagte Dr. A. Gontermann. „So litten zuletzt nur noch 17 % der Firmen unter Auftragsmangel, aber 63 % unter Materialknappheit.“

Geschäftsklima und Exporterwartungen 

Weiter teilt der ZVEI mit, dass nach elf aneinandergereihten Monaten mit Anstiegen das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie im April 2021 etwas nachgegeben hat. Zwar verbesserte sich die Beurteilung der aktuellen Lage gegenüber dem Vormonat nochmals leicht, allerdings fielen die allgemeinen Geschäftserwartungen ungünstiger aus als noch im März.

Dagegen haben die Exporterwartungen im April nochmals stark zugelegt. Hier erhöhte sich der Saldo aus positiven und negativen Einschätzungen für die kommenden drei Monate von zuvor plus 26 auf jetzt plus 34 Zähler.

ZVEI (ih)

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