Deutsche Elektroindustrie - Auftragseingang

(Quelle: ZVEI)

„Dieser deutliche Anstieg ist nicht zuletzt der Rückprall nach dem hohen Verlust von 28 % im gleichen Monat des vergangenen Jahres“, kommentiert ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann die Mai-Zahlen und fügt an: „Dennoch: Auch im Vergleich zum Mai des Vorkrisenjahres 2019 lagen die Bestellungen jetzt gut 7 % höher.“

Blick auf die ersten fünf Monate

Wie der ZVEI weiter mitteilt, übertrafen die Bestellungen in den gesamten ersten fünf Monaten 2021 ihren entsprechenden Vorjahreswert um 27,9 %. Hier orderten inländische und ausländische Kunden 23,7 % bzw. 31,3 % mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Auftragseingänge aus der Eurozone legten zwischen Januar und Mai um 30,2 % zu; die Bestellungen aus Ländern außerhalb des gemeinsamen Währungsraums wuchsen um 31,9 %. Die reale, also preisbereinigte Produktion der deutschen Elektroindustrie hat im Mai 2021 um 22,5 % gegenüber Vorjahr zugenommen. „Zwar schritt damit auch hier die Erholung weiter voran“, so Dr. A. Gontermann. „Allerdings blieb der Output noch 5 % unter seinem Niveau im Mai 2019, der aber auch mehr Arbeitstage hatte.“ Kumuliert von Januar bis Mai 2021 stieg der aggregierte Branchenoutput um 10,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Positive Umsatzentwicklung

Der Umsatz der heimischen Elektroindustrie belief sich im Mai 2021 auf 15,4 Mrd. € und lag damit 24 % über dem Vorjahreswert. Der Inlandsumsatz zog um 21,5 % auf 7,2 Mrd. € an. Gleichzeitig verbesserte sich der Auslandsumsatz um 26,1 % auf 8,2 Mrd. €. Das Geschäftsvolumen mit Partnern aus dem Euroraum kam auf 3 Mrd. € (+30,7 %). Mit Drittländern wurden im Mai 5,2 Mrd. € umgesetzt (+23,4 %). Im Gesamtzeitraum von Januar bis Mai dieses Jahres nahmen die aggregierten Branchenerlöse um 11,3 % gegenüber Vorjahr auf 79,2 Mrd. € zu. Hier wuchsen der Inlands- und der Auslandsumsatz um 9,6 % auf 36,7 Mrd. € bzw. um 12,7 % auf 42,5 Mrd. €. Die Erlöse aus Geschäften mit Kunden aus der Eurozone kamen in den ersten fünf Monaten auf 15,5 Mrd. € (+13,5 %). Mit Drittländern wurden 27 Mrd. € umgesetzt (+12,2 %).

Geschäftsklima und Exporterwartungen ziehen weiter an

Auch das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie ist im Juni 2021 wieder gestiegen. „Die Beurteilung der aktuellen Lage fiel nochmals deutlich besser aus als im Mai, wohingegen die allgemeinen Geschäftserwartungen der Firmen leicht nachgaben“, sagt Dr. A. Gontermann.

Die Exporterwartungen zogen laut ZVEI im Juni ebenfalls wieder an: Der Saldo aus Firmen, die in den nächsten drei Monaten höhere bzw. geringere Ausfuhren erwarten, kletterte um vier Prozentpunkte auf plus 37 Zähler.

 

ZVEI (ih)

Ähnliche Beiträge