Aktuelle Tätigkeitsschwerpunkte

Abbild Rami 40

Bild 2: Rami 40 (Quelle: ZVEI)

Abbild Rami 40

Bild 3: Rami 40 (Quelle: ZVEI)

Nach diesem Exkurs lenkte Dr. Peter Adolphs, Mitglied des ZVEI-Führungskreises Industrie 4.0 und Sprecher der AG 1 „Plattform Industrie 4.0“, den Blick zurück auf die aktuellen Arbeiten innerhalb des ZVEI-Führungskreises. „Aktuell arbeiten wir an drei wesentlichen Themen, für die erste Ergebnisse bis Ende dieses bzw. Anfang nächsten Jahres vorliegen werden“, berichtete er. Als erstes nennt er die Strukturierung der Verwaltungsschale: „Eine I4.0-Komponente ist die Kombination aus einem Asset und einer IT-Repräsentanz aller Daten und Funktionen. Wichtig ist es nun, den Aufbau einer Verwaltungsschale zu standardisieren, um – und das ist das zweite wichtige Projekt, an dem wir arbeiten – eine reibungslose Kommunikation zwischen den Verwaltungsschalen oder von der Verwaltungsschale in die Cloud zu realisieren.“ In diesem Zusammenhang kann er sich gut eine engere Zusammenarbeit mit dem IIC vorstellen. „Wir gehen aber nicht davon aus, dass wir eine einzige einheitliche Beschreibungssprache für alle Möglich­keiten im Automatisierungsbereich erschaffen werden. Deshalb haben wir uns vorgenommen, zumindest eine grundlegende ,Grammatik‘ (Ontologie) zu entwickeln, die als Basis dient, um ,domänenspezifisch‘ – also auf bestimmte Anwendungsfälle hin – diese Basis auszuformulieren“, erklärte er. Hierbei setzen die Gremien auf verschiedenen bereits am Markt verfügbaren Standards auf. „Hier gilt es, zwischen den einzelnen Layern zu unterscheiden. Beim Data Layer sind „eCl@ss“ und Prolist zu nennen, beim Functional Layer sind es wiederum andere“, konkretisierte er. „Wenn wir in diesen beiden Punkten Ergebnisse vorweisen können, können wir im nächsten Schritt in die Implementierung gehen“, so Dr. P. Adolphs.

Als drittes wesentliches Thema führt er die Use Cases an. Dazu ein Rückblick: Im Frühjahr dieses Jahres hatte der ZVEI im Zusammenhang mit der Vorstellung der RAMI 4.0 und der I4.0-Komponente drei Use Cases für den Herbst angekündigt. Diese sollen gemeinsam mit den Fraunhofer IPA erarbeitet werden und die Branchen Automotive, Prozessindustrie und Maschinenbau ab­decken. Details wurden für den Herbst dieses Jahres angekündigt. Die Use Cases werden als weiterer wichtiger Schritt gesehen, um RAMI 4.0 und die Industrie-4.0-Komponente greifbarer zu machen und das Thema näher an den Maschinenbauer und Endkunden heranzuführen.

Internationale Zusammenarbeit

Der ZVEI verwies auch auf seine Offenheit, beim Thema Industrie 4.0 bzw. der Standardisierung mit anderen Ländern und dortigen Organisationen zusammenzuarbeiten. Dabei geht es ihm darum, die Kompetenzen zusammenzuführen, um gute Ergebnisse zu erreichen. Als die drei Schwerpunktländer wurden dabei China, Japan und die USA genannt. In diesem Zusammenhang ist es für die Beteiligten gut vorstellbar, dass RAMI 4.0 und die Industrie-4.0-Komponete auch in anderen Ländern als Modelle eingeführt werden. So seien diese auf die weltweiten Industrieanforderungen anwendbar.

www.zvei.org

www.plattform-i40.de

www.industrialinternetconsortium.org

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