Beratungsdienstleistung für kleine und mittlere Schaltschrankbauer

Bild 6: A. Baginski: „Wir wollen die Prozesskette des Kunden verstehen und ihm bei deren Verbesserung assistieren“ (Quelle: Phoenic Contact)

Bild 7: H. Pannek: „Wir sichern die Wettbewerbsfähigkeit und bauen spezifische Vorteile kleiner und mittlerer Schaltschrankbauer weiter aus“ (Quelle: Phoenix Contact)
Vom Engineering bis zur Fertigung hilft Complete Line Anwendern dabei, die Schaltschrankerstellung so effizient wie möglich zu realisieren. Neben den innovativen Fertigungslösungen spielen die Beratungsdienstleistungen ebenfalls eine wichtige Rolle. Im Zuge der Beratung verifizieren die Experten von Phoenix Contact, welche Prozesse im Schaltschrankbau zielgerichtet verbessert werden können. Auf diese Weise entsteht ein individuelles Optimierungskonzept. „Wir wollen die Prozesskette des Kunden verstehen und ihm bei deren Verbesserung assistieren“, kommentiert dazu A. Baginski (Bild 6).
„Wir bieten unsere Dienstleistung in Form von Beratung für Unternehmen bis hin zur Planung der Werkshallen an und erarbeiten gemeinsam mit den Kunden passende Lösungen für deren individuelle Produktion“, bestätigt H. Pannek. „Wir fangen Schritt für Schritt an und beginnen beim Schaltschrankbauer dort, wo er heute steht. Es wird genau überlegt, welches der richtige nächste Schritt ist – etwa ‚papierlose Fertigung‘, Effizienzsteigerung bei manuellen Arbeiten oder ein höherer Automatisierungsgrad in der Fertigung“, unterstreicht Dr. A. Schreiber die Vorgehensweise.
Das Angebot richtet sich gerade auch an kleine und mittelständische Schaltschrankbauer. „Wir sichern die Wettbewerbsfähigkeit und bauen deren spezifische Vorteile weiter aus“, betont H. Pannek (Bild 7). „Schließlich können wir Effizienzerhöhungspotenzial selbst für sehr manuell geprägte Fertigungsprozesse bieten.“ Insgesamt profitieren die KMU unter den Schaltschrankbauern so überdurchschnittlich von der Flexibilität, die das Complete-Line-Konzept zur Verfügung stellt, und sie können ihr Branchen-Know-how und ihre Kundennähe noch besser zur Geltung bringen. „Ziel ist ein speziell auf den individuellen Bedarf des Kunden zugeschnittenes System – von der einfachsten Lösung bis hin zum automatisierten System“, ergänzt H. Pannek.
Kontinuierliche Weiterentwicklung
Der Weg in Richtung Standardisierung wird weiterverfolgt. „Wir werden zusätzliche Produkte mit ihren Daten in das Complete-Line-Programm integrieren“, versichert A. Baginski. „Übereinstimmende Anschlusstechnik, einheitliches Zubehör sowie gleichartige Haptik sind hinsichtlich der Produktentwicklung die nächsten Schritte.“ Zur Verbesserung des Workflows bei den Anwendern fließt laut Dr. A. Schreiber das Kundenfeedback in die Weiterentwicklung des Konzepts ein.
Im Fokus bleibt das Thema Schnittstellen zu CAE-Systemen. „Unsere Planungssoftware Project Complete wird verstärkt als integraler Bestandteil des Engineerings wahrgenommen“, erklärt Dr. A. Schreiber. „Das Service-, Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft wird ausgebaut“, ergänzt H. Pannek aus der vertrieblichen Sicht.
Im Rahmen einer Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum werden neue Technologien, wie Augmented Reality (AR), für die Unterstützung manueller Prozesse erprobt. Gemeinsam wurde ein Demonstrator aufgebaut, bei dem mit einer AR-Brille durch den Bestückungsprozess einer Klemmenleiste geführt wird. Neben der Montage wird diese Technologie auch für Anwendungsfälle, wie Kommissionierung oder Service, relevant sein.
Der Hersteller kann bereits auf eine Reihe von Erfolgen mit realisierten Complete-Line-Lösungen bei Anwendern verweisen. Als Beispiel nennt H. Pannek die vollautomatische Klemmenleistenfertigung in hoher Stückzahl bei einem großen süddeutschen Maschinenbauer. (hz)