Auswahl geeigneter Messgrößen und -methoden

SPE-T1-CIM-SF – Steckverbinder mit IDC-Schnellanschluss für Anschlussquerschnitte von AWG 26 bis 22 AWG

SPE-T1-CIM-SF – Steckverbinder mit IDC-Schnellanschluss für Anschlussquerschnitte von AWG 26 bis 22 AWG (Quelle: Phoenix Contact)

T-förmige Leitungsanordnung bestehend aus einer Stammleitung mit einer abzweigenden Stichleitung unterschiedlicher Länge

T-förmige Leitungsanordnung bestehend aus einer Stammleitung mit einer abzweigenden Stichleitung unterschiedlicher Länge (Quelle: Phoenix Contact)

Um praxisnahe Messungen durchzuführen, wurden diese an den Verkabelungen mit dem Feldmessgerät Fluke DSX 8000 mit einem SPE-Messadapter verwirklicht. Solche Feldmessgeräte werden zur Qualifizierung von Ethernet-Verkabelungen und zur Prüfung von Patchleitungen eingesetzt. Dem gegenüber erfolgten Vergleichsmessungen mit dem ZNBT, einem vektoriellen Netzwerkanalysator (VNA) von Rohde & Schwarz.

Leitungen mit guten Übertragungseigenschaften halten die geforderten Grenzwerte für Return Loss (RL), Insertion Loss (IL) und Transverse Conversion Loss (TCL) ein. Darüber hinaus ist eine konstante Impedanz der Leitung wichtig: Sie lässt sich mittels Time Domaine Reflectometry (TDR) bestimmen.

Für die Messungen wurden die Leitungen mit dem SPE-Steckverbinder von Phoenix Contact SPE T1 CIM SF präpariert, um ein schnelles und einfaches Anschließen an den SPE-Messadaptern der Messgeräte zu ermöglichen.

Untersuchung realitätsnaher Verkabelungsstrukturen

Bei der Wiederverwendung von bestehenden Infrastrukturen von Busleitungen können unbekannte Topologien vorliegen. Unter Umständen lassen sich die verlegten Leitungen nicht zurückbauen oder die Aufwendungen dafür sind sehr groß. In solchen Fällen bleiben die bestehenden Installationen häufig unberührt. Der Übertragungsweg ist mit einer Stichleitung behaftet, die unterschiedlich lang sein kann.

Exemplarisch wurde eine T-förmige Leitungsanordnung untersucht, die aus einer Stammleitung besteht, von der unterschiedlich lange Stichleitungen abzweigen.
Die Auswertung der Messergebnisse zeigte, dass sich kurze Leitungslängen und vor allem nicht terminierte Leitungsenden als problematisch erweisen. Lange Leitungen und mit der Leitungsimpedanz terminierte Leitungen zeigten RL-Messwerte, die für die Nutzbarkeit zur Übertragung von SPE sprechen.

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