Ein Cobot im Einsatz am Produktionsstandort von Phoenix Contact in Bad Pyrmont, automatisiert mit der „PLCnext Technology“ und der Smart Production Library.

Bild 01: Ein Cobot im Einsatz am Produktionsstandort von Phoenix Contact in Bad Pyrmont, automatisiert mit der „PLCnext Technology“ und der Smart Production Library. (Quelle: Phoenix Contact)

Mit der Smart Production Library [1] für die „PLCnext Technology“ stellt Phoenix Contact die Basis für die genannten Rahmenbedingungen zur Verfügung. Die im „PLCnext Store“ erhältliche Bibliothek ermöglicht eine schnelle und einfache Programmierung, Visualisierung und Diagnose einer Maschine oder Anlage in der Engineering-Umgebung „PLCnext Engineer“. Dazu umfasst die Bibliothek ein System von Funktionsbausteinen und Visualisierungsobjekten zur komfortablen Codegenerierung für die jeweilige Applikation. Bausteine und Objekte bilden eine funktionale logische Einheit.

Automatische Erstellung der Visualisierung

Eine als Generator-Konfiguration bezeichnete Beschreibungsdatei stellt den Schlüssel für eine vollständige automatische Erstellung der Visualisierung dar. Die Bibliothek bietet abgesehen von Basisfunktionen – wie Diagnosen oder der Einstellung von Betriebsarten, etwa Hand- oder Automatikbetrieb, – Bausteine für Aktuatoren, Roboter, Antriebe und das Energiemanagement. Die Visualisierung läuft auf dem in das „PLCnext“-System integrierten HMI-Webserver, sodass keine Datenhaltung auf Anzeigegeräten notwendig ist. Auch der Alarmserver wird im Steuerungsprogramm ausgeführt und ist komplett mehrsprachig in das Gesamtsystem eingebunden.

Funktionsbausteine repräsentieren die Technologiefunktionen. Diese bestehen neben der funktionalen Logik aus den zugehörigen Visualisierungsobjekten und den Alarmen für die Diagnose. Darüber hinaus beinhalten sie die Schnittstelle zwischen diesen Elementen. Die Alarme müssen also nicht separat projektiert werden. Die Visualisierungsschnittstelle ist durchgängig mit generischen Animationen realisiert worden. Das bedeutet, dass sich die Visualisierungssymbole aus einem Baukasten von Tastern, Anzeigeobjekten, Rahmen und Eingabeobjekten aufbauen und gruppieren. Die einzelnen Animationen – beispielsweise Farbumschläge oder das Blinken – lassen sich somit allein durch eine Parameteranpassung im Funktionsbaustein ändern. Die Bibliothek ist offen für Erweiterungen, kann folglich einfach durch eigene Funktionen ergänzt werden. Die Visualisierung lässt sich mit Unterstützung der Objekte per Drag-and-drop an die Applikation adaptieren. Sämtliche Objekte sind mehrsprachig verfügbar und können um zusätzliche Sprachen erweitert werden (Bild 2).

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