Individuelle Ergänzung der Bausteine um weitere Technologien

Die Smart Production Library wird in der Engineering-Umgebung „PLCnext Engineer“ einfach als Bibliothek aufgerufen

Bild 02: Die Smart Production Library wird in der Engineering-Umgebung „PLCnext Engineer“ einfach als Bibliothek aufgerufen und lässt sich dann aufgrund ihrer übersichtlichen Gliederung für die einfache Programmierung nutzen. (Quelle: Phoenix Contact)

Die Energiemessgeräte der Produktfamilie „EMpro EEM“ von Phoenix Contact

Bild 03: Die Energiemessgeräte der Produktfamilie „EMpro EEM“ von Phoenix Contact werden durch die Smart Production Library einfach integriert und die gemessenen Energie- und Leistungsdaten lassen sich zentral in der Cloud speichern. (Quelle: Phoenix Contact)

Die in der Smart Production Library zusammengefassten Funktionen sind wie folgt kategorisierbar:

  • Basisfunktionen: Basisfunktionen kommen zur Diagnosen  der Steuerung, des Netzwerks und der Visualisierung zur Anwendung. Auf diese Weise lassen sich die jeweiligen Clients der Webvisualisierung überwachen sowie die Bedienrechte durch die IP-Adresse, Client-ID und den Client-Namen identifizieren und einschränken. Nur der berechtigte Client kann ausgewählte Variablen ändern, unberechtigte Clients können von der Visualisierung ausgeschlossen werden. Im Exklusivmodus ist lediglich ein einziger Client zur Bedienung der Anlage zugelassen, alle anderen Clients werden in dieser Zeit gesperrt. Diese Funktionen lassen sich über SPS-Variablen steuern und somit in den Prozess integrieren. Der Alarm-Server verwaltet die Alarme mit Zeitstempel zyklusgenau auf der Steuerung und kann ebenfalls eine Alarmhistorie speichern.
  • Betriebsartenfunktionen: Eine Anlage erfordert verschiedene Betriebsarten, wie Hand-, Automatik- oder Einrichtbetrieb. Diese Funktionen sind für einzelne Betriebsartenbereiche zentral oder dezentral umsetzbar. Dabei werden Sicherheitsfunktionen – zum Beispiel Nothalt, Scanner oder Schutztüren – einbezogen, die der Bediener als Startvoraussetzungen abfragen kann. Über Softkey oder Preselection-Bausteine lassen sich Sonderbetriebsarten oder Schaltfunktionen einfach visualisieren und bedienen.
  • Technologiefunktionen: Die Smart Production Library verfügt über unterschiedliche Funktionsbausteine zur Ansteuerung von Aktuatoren, wie Motoren, Ventilen oder Robotern. Auch Sensoren, beispielsweise die Energiemessgeräte der Produktfamilie „EMpro“ von Phoenix Contact, können mit den entsprechenden Energiemessbausteinen genutzt und angezeigt werden. Die Bausteine lassen sich individuell um weitere Technologien ergänzen. Gleiches gilt für Funktionen, wie Analog Technology oder Modbus, aus dem „PLCnext Store“ (Bild 3).

Sofortige Bedienbarkeit jeder Änderung

Eine sinnvolle Strukturierung des Applikationsprogramms erhöht nicht nur die Übersichtlichkeit, sondern wird ebenfalls zur Generierung der Visualisierung verwendet. Der HMI-Generator unterscheidet zwei Erstellungsarten: Zum einen lassen sich die Instanzen sämtlicher Funktionen und Programme analysieren und gemeinsam nach verschiedenen Kategorien sortiert auf einer Übersichts-Visualisierungsebene darstellen. Des Weiteren gibt es eine selektive Visualisierung. Hier bietet es sich zur Bedienung einer Station oder eines Werkzeugs an, dass lediglich die zugehörigen Bedienelemente auf einer Stationsseite angezeigt werden. Zu diesem Zweck sieht das SPS-Programm für jede Station eine Programminstanz vor. Ein Funktionsbaustein für den Stationsstatus fasst den Fehlerstatus dann zusammen und ermöglicht damit gleichzeitig eine geführte Diagnose über entsprechend animierte Stationsbuttons, die sich in der Navigationsleiste befinden (Bild 4).

Mit dem Generator lässt sich die Visualisierung in wenigen Minuten erstellen, wofür sonst Tage benötigt werden. Bei layout geführten Bedienseiten werden danach die Visualisierungsobjekte per Drag-and-drop an der vorgesehenen Position platziert. Die automatische Anordnung der Handbedien-und Übersichtsseiten findet meist über absolute oder relative Positionen zum Vorgängerobjekt statt, erfordert also keine manuellen Eingriffe.

Abgesehen von der erheblichen Zeitersparnis bei der Generierung der Visualisierung zeigt sich die sofortige Bedienbarkeit jeder Änderung als zusätzlicher Vorteil. Dies, weil alle Verknüpfungen umgehend vorhanden sind und folglich fehlerfrei bedient und diagnostiziert werden können. Dazu ist nur das Senden der Änderungen an die Steuerung notwendig. Mit einem Klick leitet die Engineering-Umgebung „PLCnext Engineer“ dabei stets sämtliche Anpassungen hinsichtlich des Codes sowie der Visualisierung oder Sprachdaten gemeinsam an die SPS weiter, weshalb die Datenhaltung immer konsistent ist.

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