App-basierte Cloudeinbindung

Der HMI-Generator der Engineering-Umgebung

Bild 04: Der HMI-Generator der Engineering-Umgebung ermöglicht die Generierung der kompletten
HMI-Applikation bis zur vollständigen Bedienbarkeit in wenigen Minuten. (Quelle: Phoenix Contact)

 „PLCnext Store“

Bild 05: Mit der App „Node Red for PLCnext“ aus dem „PLCnext Store“ können „PLCnext“-Steuerungen einfach in eine Cloud integriert werden.(Quelle: Phoenix Contact)

Die Smart Production Library stellt einen Teil des Ecosystems „PLCnext Technology“ dar. Dieses setzt sich aus einer offenen Hardwareplattform, dem modularen Engineering-System „PLCnext Engineer“, dem globalen Austauschformat „PLCnext Community“ sowie dem bereits erwähnten digitalen Softwaremarktplatz „PLCnext Store“ zusammen. Neben der Standard programmierung der „PLCnext“-Steuerungen gemäß IEC 61131-3 kann der Anwender den Code parallel erstellen sowie diesen mit Hochsprachen wie C/C++ und C# sowie Matlab Simulink kombinieren. Die Programmausführung erfolgt in Echtzeit. Auf diese Weise lässt sich zum Beispiel die umfangreiche Netzwerk- und Profinet-Diagnose als Hochsprachenlösung problemlos integrieren.

Die Digitalisierung setzt eine einfache Cloudeinbindung voraus. Dazu werden oftmals standardisierte Interfaces und Datenzugriffe benötigt, um die vielfältigen Automatisierungssysteme in eine Produktionslandschaft integrieren zu können. Ferner sollen die SPS-Systeme eine möglichst hohe Anlagenverfügbarkeit sicherstellen sowie sich vor Ort warten und erweitern lassen, wobei die Cloudankopplung weitgehend ohne Engineering-Eingriffe weiter funktioniert. Umgekehrt darf die Cloudanbindung den Automatisierungsablauf der Anlage nicht beeinflussen. Bei der „PLCnext Technology“ wird die Cloudankopplung über Apps wie „Node Red for PLCnext“ realisiert, die sich einfach über das Webbased Management der Steuerung aus dem „PLCnext Store“ laden lässt. Die App läuft unabhängig vom SPS-Laufzeitsystem als Hochsprachen-Applikation, bietet aber dennoch Zugriff auf alle freigegebenen Variablen. Außerdem kann sie flexibel zur Laufzeit der Automatisierungs-Applikation angepasst werden (Bild 5).

Fazit

Durch die eingebundenen und standardisierten Funktionen sowie das Generieren der Webvisualisierung erlaubt die Smart Production Library folglich eine schnelle Umsetzung von Automatisierungsprojekten. Darüber hinaus ist eine Cloudanbindung direkt aus der „PLCnext“-Steuerung oder durch den Einsatz eines OT-Gateways möglich. So reduziert sich der Engineering-Aufwand deutlich.

Literatur

  1. Phoenix Contact Electronics GmbH, Bad Pyrmont: www.phoenixcontact.com/smartproductionlibrary_download   www.plcnextstore.com/eu/app/1679
Dipl.-Ing.(FH) Andreas Grünhagen ist als Senior Project Manager VMM Factory Automation für die Phoenix Contact Electronics GmbH in Bad Pyrmont tätig.
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