Zusatzinformation: „Das richtige Produkt zur richtigen Zeit“

In seiner fast 100-jährigen Geschichte hatte das 1923 gegründete Unternehmen Phoenix Contact laut Geschäftsführer Roland Bent ein herausstechendes Erfolgskonzept: „Das richtige Produkt zur richtigen Zeit“. Das fing bereits an mit der ersten Keramikklemme, die Hugo Knümann im Jahre 1928 zusammen mit dem Kunden RWE entwickelte und die erstmalig Modularität erlaubte. Daraus entwickelte sich laut R. Bent „das derzeit umfangreichste Reihenklemmenprogramm der Welt“: Clipline Complete System. Um eine einfache Übergabestelle zwischen Installation und der darauf aufbauenden Schalttechnik zu ermöglichen, folgte 1977 die steckbare Relaistechnik. Daraus leitet sich der heutige Unternehmensbereich Interfacetechnik ab. Damit war man laut dem CTO schon nahe an der Elektronik dran. Das vorhandene Verbindungstechnik-Know-how wurde ab 1982 für die Leiterplatten-Anschlusstechnik genutzt. Auch hier kann Phoenix Contact heute auf das größte Programm mit über 30 % Marktanteil verweisen. „Elektronik muss gegen Überspannungen und Blitze geschützt werden“, setzt R. Bent fort. Es entstanden Produkte für den Überspannungsschutz. Heute gehören die Blomberger zu den beiden weltweit führenden Herstellern in diesem Bereich. Aus den immer unübersichtlicher werdenden Verbindungsleitungen im Schaltschrank entwickelte sich ab 1987 das Feldbussystem Interbus. R. Bent war nach seinem Eintritt bei Phoenix Contact in 1983 selbst der technisch verantwortliche Entwickler für dieses System. Später entstand daraus der Bereich Automatisierungstechnik: Mit der „PLCnext Technology“ hat Phoenix Contact gerade das Zeitalter der komplett offenen Automatisierungstechnik eingeläutet. Mit der Jahrtausendwende begann das Zeitalter des Industrial Ethernet. Anfänglich war Phoenix Contact mit Medienkonvertern dabei. Aktuell steht ein komplettes Programm an Infrastrukturkomponenten für das Industrial Ethernet zur Verfügung, welches ab 2008 die immer wichtiger werdende Cyber Security miteinschließt. Eine Gemeinsamkeit hat laut R. Bent das gesamte Produktspektrum des Unternehmens: „Konnektivität ist unsere DNA“. Phoenix Contact entwickelt sich damit zur Digital Industrial Company mit dem Fokus auf Enhanced Connectivity. Verbunden werden dabei die industriellen und die digitalen Kompetenzen.

Ronald Heinze
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