Fazit
Doch bevor es so weit ist, musste noch viel passieren: die Installation im Tunnel. »Der Vierarmen-Tunnel auf der R0 stellt einen Teil des transeuropäischen Straßennetzes dar«, berichtet Sam Pintjens, Projektleiter bei VSE-Engie Fabricom. »Deshalb wurde beschlossen, nachts zu arbeiten und den Tunnel tagsüber offen zu halten. Das bedeutet, dass während der Nachtarbeit tagsüber für ein bestimmtes Sicherheitsniveau gesorgt werden muss. Daher ist während der Arbeiten eine zusätzliche temporäre Beleuchtung angebracht worden.« »Wir wollten die Anzahl der Nächte, in denen der Tunnel gesperrt ist, natürlich so weit wie möglich reduzieren«, sagt Hans Smits, Projektleiter von VSE-Engie Fabricom. Hier geht es nicht nur um möglichst geringe Verkehrsbehinderungen, sondern ebenso um die Kosten, die aus jeder Schließung resultieren. Insgesamt 45 Nächte je Schacht waren für dieses Projekt vorgesehen. »Mit dem Tunnelbetreiber ist ein umfassender Arbeitsplan erstellt worden, der strikt eingehalten werden musste. Jeden Morgen wurde kontrolliert, ob der Tunnel sicher ist und wieder geöffnet werden kann. Je Viertelstunde Verspätung fällt eine Strafzahlung an.«
Aufgrund der guten Zusammenarbeit der verschiedenen Unternehmen sowie der konsequenten Anwendung der Plug-and-play-Prinzipien konnte das Retrofit-Projekt des Vierarmen-Tunnels reibungslos und effizient abgeschlossen werden – und das bei lediglich geringen Unannehmlichkeiten für die Tunnelnutzer. Die gute Beleuchtung im Tunnel ist ein wesentlicher Aspekt, um den Komfort und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu garantieren.
Infobox: Smarte Infrastruktur in der All Electric Society
»Es ist das Zukunftsbild der All Electric Society, in dem wir die großen Fragen unserer Zeit beantwortet sehen. Denn CO2-neutrale Energie wird der Schlüsselfaktor sein, um Klimaschutz und globalen Wohlstand miteinander zu vereinbaren. Bei dieser Entwicklung ist Phoenix Contact in vorderster Linie dabei – als Wegbereiter für seine Partner und Kunden«, so Frank Stührenberg, CEO von Phoenix Contact. Mit dieser Vision, die auf der intelligenten Kopplung der Sektoren Energie, Industrie, Infrastruktur und Mobilität basiert, unterstreicht das Unternehmen sein Engagement in den Bereichen der Elektrifizierung, Vernetzung und Automatisierung.
Ob Straßenbeleuchtung, Gebäude- oder Tunneltechnologien: In modernen Infrastrukturanlagen ist die Sektorenkopplung bereits Realität. Lösungen zur Gebäudeautomation verbinden die Photovoltaikanlage auf dem Dach mit dem Blockheizkraftwerk im Keller und den Ladesäulen vor der Tür. Durch Lösungen für Smart Traffic passen Leuchten ihre Intensität der Wetterlage, wechselnden Lichtverhältnissen und der jeweiligen Straßenbenutzung an. Um diese Systeme automatisiert und möglichst energieeffizient betreiben zu können, müssen unterschiedliche Daten – ob von Anlagen oder Sensoren – universell nutzbar gemacht werden. Für all das bietet Phoenix Contact Produkte, Lösungen und Dienstleistungen.