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Verteilte Architektur mit AAS-Servern bei den Herstellern

Verteilte Architektur mit AAS-Servern bei den Herstellern (Quelle: ZVEI)

Wie der Name bereits besagt, handelt es sich bei der AAS um den digitalen Zwilling beliebiger Assets. Das müssen nicht immer phy­sische Assets sein. Software, Entwicklungsunterlagen oder Ver­träge fallen ebenfalls unter den Begriff. Bei den Assets geht es außerdem nicht nur um Cyber-physikalische Systeme mit Netz­werkanschluss, sondern ebenso um einfache Dinge, wie Klem­men, Hutschienen oder Schrauben. Auch hierfür sind digitale Zwillinge mit 3D-Modellen und technischen Daten notwendig.

Wie schon erwähnt, betrachtet die AAS den gesamten Le­benszyklus von Assets. Dieser beginnt mit einer Produktidee und endet mit dem Recycling. Für sämtliche Phasen sind Modelle in der AAS oder über die AAS vorhanden, respective werden aktuell entwickelt. Dabei erfolgt eine semantisch ein­deutige Klassifizierung der in den Modellen enthaltenen Infor­mationen über Eclass, IEC CDD oder weitere Ontologien, was insbesondere die Verwendung der Daten in KI-Anwendungen vereinfacht. Das Release der AAS-Version 3 erweitert die be­reitgestellten Informationen als OpenAPI. Im Internet finden sich die vollständigen Services und die zugehörigen Profile. So gibt es zum Beispiel Read Profiles für den Abruf von Produktdaten. Die Pagination unterstützt zudem große Datenmengen mit Millionen von AAS.

Auf der Hannover Messe hat die IDTA ihr hundertstes Mitglied innerhalb eines operativen Betriebs von lediglich zwei Jahren begrüßt. Ab Mai 2023 wird eine Expertengruppe die beste­henden Spezifikationen zur AAS-Security in einem Dokument bündeln. In einem weiteren Teil 4 der Reihe „Verwaltungs­schale im Detail“ sind dann unter anderem die Authentifizie­rung (sicherer Download-Service) und die Autorisierung (Security-Metamodell) zusammengefasst. Die Autorisierung in der Asset Administration Shell nutzt ABAC (Attribute-Based Access Control) als Grundlage.

Im April haben IDTA, OPC Foundation und AutomationML ein gemeinsames Diskussionspapier veröffentlicht, welches das Zusammenspiel dieser drei Technologien genauer erklärt. Die AAS entfaltet ihre Stärken vor allem bei der Bereitstellung von Informationen während des kompletten Lebenszyklus eines Assets. AutomationML zeichnet sich durch umfassende Detailmodelle im Engineering aus. OPC UA hat seinen Schwerpunkt schließlich in der Betriebsphase und der dort notwendigen Kommunikation in Echtzeit. Das Diskussionspapier steht bei den drei Organisationen zum Download zur Verfügung.

Manufacturing-X als nächster großer Digitalisierungsschritt

Mit Manufacturing-X erfolgt der nächste große Schritt in Rich­tung einer industriellen Digitalisierung. Gefördert vom Bundes­ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) entsteht ein umfassender Datenraum für die Fertigungsindustrie. Dieser regelt die eingesetzten Technologien, verwendete Semantik und genutzten Modelle, gemeinsame sichere Identitäten sowie einheitliche Vertragsbedingun­gen. Manufacturing-X wird für die Umsetzung der Digitalisierung in der Breite sorgen – und das mit einem besonderen Fokus auf die Unterstützung der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU).

www.phoenixcontact.com/de-de/technologien

https://industrialdigitaltwin.org/en/wpcontent/uploads/sites/2/2023/04/2023_IDTA_AASGuide-HM.pdf

https://github.com/admin-shell-io

https://projects.eclipse.org/projects/dt

https://app.swaggerhub.com/organizations/Plattform_i40

Andreas Orzelski, Chief Digital Office Digital Innovations bei der Phoenix Contact GmbH & Co. KG in Blomberg.
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