Regelmäßige Aktualisierung der hinterlegten Daten
Einmal ein Template erstellt und dann fertig? Keinesfalls. Aufgrund verschiedener Datenbanken und Änderungen in den Emissionsfaktoren erweist es sich als wichtig, die hinterlegten Werte regelmäßig zu aktualisieren. Ein weiterer Anlass können die Übermittlung neuer Kennzahlen durch die Zulieferer sein oder adaptierte Berechnungsmodelle. Phoenix Contact orientiert sich bei der Ermittlung der Werte an den Standards ISO 14040 und ISO 14044. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, die Berechnung nach anderen Standards durchzuführen, die alternative Rahmenbedingungen vorgeben und zum Beispiel die Anrechnung von Credits/Leistungen in der End-of-Life-Phase erlauben.
Kunststoff als maßgeblicher CO2-Emittent
Der Wunsch nach verlässlichen Kennzahlen zum ökologischen Fußabdruck nimmt zu. Auch Anwender fragen sie immer häufiger gezielt nach. Und der Bitte wird bereits entsprochen: Größere Händler von Elektronikprodukten geben in ihren Webshops an, wie groß der Fußabdruck der einzelnen Artikel ausfällt. Aktuell besteht die Schwierigkeit jedoch darin, dass – wie schon erwähnt – unterschiedliche Mess-respektive Berechnungsmethoden zur Verfügung stehen. Die Datenqualität bezieht sich allerdings nicht nur darauf, nach welchen Standards oder aus welchen Datenbanken sie ermittelt wird. Die Validierung stellt eine zweite Herausforderung dar. Mit dem Anspruch, beim Klimaschutz und der Nachhaltigkeit mit größtmöglicher Transparenz zu agieren, versieht Phoenix Contact seine Informationen deshalb im Hinblick auf die Datengüte mit einem Qualitätslevel.
Diese Grundlage nutzt das Unternehmen selbst, um innerhalb der eigenen Nachhaltigkeitsstrategie kontinuierlich besser zu werden. Außerdem sollen sich potenzielle Maßnahmen auf diese Weise bewerten lassen. An seinen Produktionsstandorten gehört Kunststoffgranulat für den Spritzguss von Elektronikbauteilen zu den maßgeblichen CO2-Emittenten. Damit die Suche nach alternativen Werkstoffen mit geringerem CO2-Fußabdruck nicht zu einem „Blindflug“ wird, setzen die Kunststoffexperten in der Anwendungstechnik ebenfalls auf diese Zahlen. Nun gilt es, eine Grundlage zu finden, die darüber Auskunft erteilt, ob sich Veränderungen lohnen oder letztlich mehr Probleme mich sich bringen als die in puncto Klimaschutz erzielten Effekte.

