Unterbrechungsfreier Betrieb von Produktion und Verwaltung bei einem Netzabwurf

Im DMS-Basic-Add-on werden Gerätegruppen erstellt und verwaltet. Per Drag-and-drop lässt sich die Hardware auf Produktionsplänen und Landkarten verorten.

Im DMS-Basic-Add-on werden Gerätegruppen erstellt und verwaltet. Per Drag-and-drop lässt sich die Hardware auf Produktionsplänen und Landkarten verorten. (Quelle: Phoenix Contact)

Das Dashboard liefert für jede der drei Produktionslinien detaillierte Daten zum Energieverbrauch einschließlich Echt-, Kurz- und Langzeittrends.

Das Dashboard liefert für jede der drei Produktionslinien detaillierte Daten zum Energieverbrauch einschließlich Echt-, Kurz- und Langzeittrends. (Quelle: Phoenix Contact)

Das Dashboard zeigt den Energieverbrauch der südafrikanischen Tochtergesellschaft von Phoenix Contact einschließlich der aktuellen Energiequellen, des Ladezustands der Batterie und der Temperaturen unter den neu isolierten Dächern an.

Das Dashboard zeigt den Energieverbrauch der südafrikanischen Tochtergesellschaft von Phoenix Contact einschließlich der aktuellen Energiequellen, des Ladezustands der Batterie und der Temperaturen unter den neu isolierten Dächern an. (Quelle: Phoenix Contact)

In Südafrika sollen regelmäßige Lastabwürfe einen kompletten Stromausfall verhindern. In diesem Zusammenhang muss der Strom in wechselnden Gebieten des Landes planmäßig abgeschaltet werden. Die südafrikanische Tochtergesellschaft von Phoenix Contact passt sich der Situation mit einem auf dem Fertigungsgebäude installierten Photovoltaik-Energieprojekt an. Ziel des Projekts war, dass die Batteriepufferung der PV-Anlage im Fall eines Lastabwurfs einspringt, um die Produktions- und Verwaltungsprozesse aufrechtzuerhalten. An Sonnentagen wird das gesamte Betriebsgebäude mit der von der PV-Anlage erzeugten Energie betrieben, wobei eine Nennleistung von 40 MWh zur Verfügung steht. Bei einem Lastabwurf schaltet sich die PV-Anlage ab und die Batteriespeicher versorgen die Fertigungsanlage. Dazu sind allerdings detaillierte Einblicke in den Energieverbrauch und die -generierung, eine Überwachung und Alarmierung beim Erreichen von Schwellenwerten sowie ein Schutz der Maschinen und Anlagen vor Überspannungen notwendig.

Phoenix Contact nutzt eine Steuerung der Baureihe PLCnext Control, den AXC F 2152, als Master-Controller zur Steuerung der PV-Anlage. Eine serielle Kommunikationsschnittstelle erlaubt einen nahtlosen Datenaustausch zwecks Überwachung der Back-up-Dieselgeneratoren. Die Übertragung via Ethernet-Protokoll sorgt für robuste Netzwerkfunktionen. Ein Energiemesssystem mit Messgeräten der Baureihe EEM-MA770 kontrolliert die Versorgungsnetze, Wechselrichter und nicht benötigten Geräte, sodass sich der Energieeinsatz optimiert. Zum Projekt gehört ebenfalls integrierte Hardware zur präzisen Leistungsüberwachung und Datenerfassung. Als digitale Komponente wurde der Time Series Data Service eingebunden. Er trägt zur besseren Effizienz und Anpassungsfähigkeit bei. Indem die südafrikanische Tochtergesellschaft von Phoenix Contact Energiedaten über lange Zeiträume einsammelt und auswertet, erkennt sie kontinuierliche Verbesserungsmöglichkeiten und setzt diese um. 

Bei Lastabwürfen macht eine zuverlässige Stromversorgung den Unterschied zwischen Produktionsausfällen und einer unterbrechungsfreien Fertigung aus. Durch die Verwendung von Energiespeichern können kritische Prozesse aufrechterhalten und die Folgen der geplanten Abschaltungen minimiert werden. Die durch die PV-Anlage aufgeladenen Batteriespeicher verringern die Abhängigkeit sowie den Verbrauch von Dieseltreibstoff. Mit der Implementierung dieses innovativen Systems schafft Phoenix Contact Südafrika eine einfach reproduzierbare Lösung, von der auch andere Unternehmen profitieren können, die mit Lastabwurfproblemen konfrontiert sind.

Cloudbasierte Smart Services für kleine und mittelständische Unternehmen

Bei der Phoenix Contact Smart Business GmbH handelt es sich um das Kompetenzzentrum von Phoenix Contact für industrielle cloudbasierte Smart Services und Data Analytics. Ein wachsendes Team in Bad Pyrmont und Berlin entwickelt standardisierte und skalierbare Software-as-a-Service-Lösungen, die sogenannten Smart Services. Damit können kleine und mittelständische Unternehmen die Vorteile der Digitalisierung und des Industrial-IoT ausschöpfen.

Cloudbasierte Smart Services auf der Grundlage von Industrial-IoT-Technologien ermöglichen es Anwendern, sich einen Überblick über den Status ihrer Geräte und Anlagen zu verschaffen – von jedem Ort, zu jeder Zeit. Durch den Einsatz der Clouddienste für Prognosen sowie zur Optimierung und Steuerung verwalten die Anwender von Proficloud.io und Smart Services Betriebs- und Wartungsprozesse so effizient wie möglich. Aufgrund von Smart Services reduzieren sie durch Remote-Monitoring Ausfallzeiten und verbessern ihre redundanten/manuellen Arbeitsabläufe. Die Verfügbarkeit und Aufbereitung von wertvollen Informationen erlauben ein schnelles Reagieren. Mit der Kombination aus Hard- und Softwarelösungen ist der Automatisierungsspezialist Phoenix Contact ein Komplettanbieter für Industrial-IoT-Anwendungen.

https://proficloud.io/references-use-cases 

SPS: Halle 9, Stand 310

Finnja Alsleben, Marketing- und Kommunikationsmanagerin bei der Phoenix Contact Smart Business GmbH in Berlin
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