Neue Player im Visier

Als Herzstück das Getriebe aus Kunststoff – der Cobot ReBeL von igus ist für 4 970 € jetzt lieferbar mit einem „digitalen Universum“ für die Low-Cost-Integration in wenigen Tagen (Quelle: igus)
„Plastics for longer life“ ist das Motto der Kölner igus GmbH, die viele mit Energieketten in Verbindung bringen. Vor einigen Jahren hat sich das Unternehmen in die Low-Cost-Automation aufgemacht. Hier ist auch der Cobot ReBeL angesiedelt, der jetzt lieferbar ist – auch als smarte Version. Beim ReBeL setzt das Unternehmen auf seine „motion plastics“-Expertise: Der Einsatz von Kunststoff macht den Roboter mit 8,2 kg Eigengewicht nach Unternehmensangaben zum leichtesten Serviceroboter mit Cobot-Funktion in seiner Klasse. „Alle mechanischen Bauteile, aus denen sich der ReBeL zusammensetzt, sind ausnahmslos von igus entwickelt und gefertigt“, so die Kölner. Seine Traglast geben sie mit 2 kg und seine Reichweite mit 664 mm an. Die Wiederholgenauigkeit liegt bei ±1 mm bei sieben Picks pro
Minute. Herzstück ist das nach igus-Aussage weltweit erste industrietaugliche Cobot-Getriebe aus Kunststoff.
Erhältlich ist der smarte ReBeL in zwei Varianten: als Open-Source-Version ohne Robotersteuerung, Netzteil und Software für 3.900 € bei Stückzahl 1 oder als Plug-and-play-Variante mit Roboter, Steuerungs-Software und Netzteil für 4 970 € bei Stückzahl 1. Der Cobot ist auf dem Online-Marktplatz RBTX erhältlich. Hier finden Anwender Einzelkomponenten, Integrationsunterstützung sowie Hard- und Software von inzwischen mehr als 40 Partnern – im Wissen, dass alles zu 100 % miteinander kompatibel ist; darunter verschiedene Roboterkinematiken, Kameras, Software, Gripper, Power Electronics, Motoren, Sensoren und Steuerungen. „Wir spüren, dass wir Automatisierung noch zugänglicher machen, da wir mit unserem Service RBTXpert allein in Deutschland mehr als 20 Kundenprojekte pro Woche beraten”, so Alexander Mühlens. „Aus diesen positiven Erfahrungen, den vielen umgesetzten Projekten und den zahlreichen Kundengesprächen heraus entwickelt sich zurzeit ein spannendes Ökosystem an weiteren Services.”
Auch igus‘ Ziel ist es, mit neuen Angeboten und Businessmodellen die Integration weiter zu vereinfachen. „Wir werden einen App Store zur Verfügung stellen, in dem Anbieter von Low-Cost-Automation und freie Software-Entwickler ihre Software-Ideen einbringen können. Indem sie bestehende Software nutzen, können Anwender ihre Automatisierung noch schneller realisieren“, gibt A. Mühlens weiter an. Zu bestaunen gibt es das alles in Halle A4, Stand 103.