Erster pneumatischer Cobot

Der erste pneumatische Cobot von Festo

Erster pneumatischer Roboter am Markt: der Festo Cobot ist leicht zu bedienen, kommt ohne Schutzzaun aus und wird preislich attraktiv sein (Quelle: Festo)

Ein Stück vom Cobot-Markt-Kuchen möchte auch Festo ab­bekommen. Bereits auf der Hannover Messe feierte ihr nach eigenen Angaben weltweit erster pneumatischer Cobot Pre­miere. „Die Welt wird immer komplexer, dennoch soll alles ­immer ­einfacher werden. Deshalb stand Einfachheit ganz oben auf der Entwicklungsagenda für unseren neuen pneumatischen Cobot“, sagte Dr. Frank Melzer, Vorstand Product and Technology ­Management bei Festo, bei dessen Vorstellung auf einem TechTalk im Vorfeld der HM. Als die fünf großen Leitlinien bei der Entwicklung gab Festo an: designed for easy of use, created for easy movement, shaped for easy integration, developed for economic success und invented for easy collaboration. „Mit unseren fünf Leitlinien für Einfachheit wollen wir Akzeptanz beim Kunden erreichen. Mit einem geringen Preis – der unterhalb des Preises von elektrischen Cobots angesiedelt ist – ­wollen wir zudem die Einstiegshürde niedrig setzen und das Ausprobieren für KMU attraktiv gestalten“, erklärte er weiter. Einen konkreten Preis wollte er noch nicht angeben.

Der Festo-Cobot besteht aus der Hardware selbst, einem Handmodul und der Robotic Suite, einer Software für die intuitive ­Inbetriebnahme und Programmierung. Dieses Paket macht es laut Festo möglich, den Cobot in weniger als einer Stunde in Betrieb zu nehmen und zu programmieren. Vorkenntnisse aus dem Bereich der Robotik sollen nicht notwendig sein, da die selbsterklärende Software Robotic Suite übersichtlich visualisierte und standardisierte Funktionsbausteine enthält. „Pneumatische Antriebe ermöglichen das einfache manuelle und ­widerstandsfreie Führen des Roboterarms mit der Hand, um Wegpunkte bzw. Bahnen schnell und präzise einzulernen“, so die Experten. Der Cobot benötigt keinen eigenen Schaltschrank, wiegt 17 kg und eignet sich für Traglasten bis 3 kg. Seine Reichweite wird mit 670 mm angegeben. Viele seiner Vorteile, wie seine Sensitivität, sein Gewicht oder auch sein Preis-Leistungs-Verhältnis, werden der Pneumatik zugeschrieben: „Die Direkt­antriebe in den Gelenken sind kostengünstiger und besonders leicht, weil im Gegensatz zu elektrischen Lösungen keine schweren Getriebe und teure Kraft-Moment-Sensorik nötig sind“, heißt es von Unternehmensseite. In diesem Jahr will Festo seine Cobots an Pilotkunden ausliefern. In Serie sollen sie dann mit erweitertem Funktionsumfang 2023 verfügbar sein. Weitere Details sind in München in Halle A5, Stand 310 live ­erlebbar.
 

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