Moderne Fertigungszellen mit Robotern

In den Sprühanlagen von SAR

Bild 05: In den Sprühanlagen von SAR sorgen Roboter für die Positionierung der Reifen. (Quelle: Inasoft)

In die kompakten Zellen fährt ein Einlassförderer den Reifen herein, der dann von Lichtgittern und von SAR entwickeltem Kamerasystem vermessen wird. Außerdem wird die Position des Barcodes am Reifen detektiert. Mithilfe eines Barcodescanners wird der Reifenbarcode identifiziert. Dieser wird bereits auf der Fördertechnik herausgelesen und als Information von der Fördertechniksteuerung über das Leitsystem an die Anlagensteuerung weitergegeben.

Der Roboter nimmt dann den bekannten Reifentypen entsprechend von der Fördertechnik auf und fährt diesen mit dem Servogreifer in die Sprühkabine. „Die Reifenrohlinge sind sehr instabil“, weiß M. Häglsperger. „Daher ist die Erkennung der genauen Lage des Reifens sehr wichtig, damit der Servogreifer des Roboters an der richtigen Stelle mit nur geringem Druck zupacken kann.“ „In der Sprühkabine werden die Sprühpistolen so verfahren, damit alle nötigen Bereiche von Reifenwulst zu Reifenwulst besprüht werden“, erläutert der Automatisierungsspezialist wei- ter. Der Reifen wird während des Prozesses durch den Roboter gedreht. Während des Drehens applizieren die in Position gefahrenen Sprühpistolen das Trennmittel.
„In den Anlagen in China und in Tschechien sind Simatic-S7- Steuerungen mit TIA Portal im Einsatz“, setzt er fort. „Die US- amerikanische Anlage wird auf Kundenwunsch von einer Guardlogix von Rockwell Automation gesteuert.“ In der Kabine sind jeweils insgesamt vier Servoantriebe für die Sprühpistolenpositionierung plus dem Servoantrieb des Greifers im Einsatz.

Der Trennmittelauftrag verursacht wie bei jedem Sprühverfahren einem sogenannten Overspray oder Sprühnebel. Dieser wird in der Sprühkabine nach unten hin abgesaugt. „Auch der Greifer muss nach bestimmten Intervallen in einer separaten Reinigungsstation gereinigt werden“, betont Stefan Frühmorgen, Projektleiter bei SAR.

3 / 4

Ähnliche Beiträge