Von Automation zu Autonomie

Der KI-gestützte Virtual Assistant für Ingenieure und Techniker liefert kontextbezogene, technische Antworten und verlinkt direkt zu relevanten Dokumenten und Engineering-Tools von Festo. (Quelle: Festo)
Mit Blick auf die kommenden zehn Jahre erwartet Prof. T. Smetana, dass sich die klassische Automation immer stärker in Richtung autonomer Systeme entwickeln wird. Digitale Zwillinge und virtuelle Welten werden aus seiner Sicht dann normaler Bestandteil industrieller Prozesse sein. Produkte werden nicht mehr an der realen Maschine getestet, sondern in virtuellen Umgebungen analysiert, visualisiert und in Betrieb genommen.
Nach seinen persönlichen Zielen in seiner neuen Position bei Festo bis 2030 gefragt, nennt er drei Begriffe: Product, Process und People. Er erläutert: „Autonomie darf sich nicht nur auf Maschinen und Produkte beschränken. Auch Prozesse müssen autonomer werden und ebenso die Menschen im Unternehmen.“ KI sieht er dabei als wichtiges Werkzeug: Sie soll Beschäftigte von repetitiver Arbeit entlasten und ihnen mehr Raum für kreative Aufgaben geben.
Gleichzeitig muss sich nach seinem Verständnis die Organisation mitverändern. Er verdeutlicht: „Was bringt es uns, mit künstlicher Intelligenz Prozesse zu verkürzen, wenn wir anschließend immer noch drei Unterschriften für eine Freigabe benötigen?“ Sein Weg führt über „Guided Autonomy“. Aufgabe des Managements sei es, Orientierung und Regeln zu geben, aber gleichzeitig genügend Freiraum zu schaffen, damit Menschen Verantwortung übernehmen und sich entfalten können.
Und noch ein Punkt ist ihm wichtig: integrierte Zusammenarbeit. „Nicht mehr Elektrik versus Pneumatik, nicht eine Business Unit neben der anderen, sondern im Zusammenbringen von Kompetenzen liegt die Zukunft“, lautet seine Überzeugung. Und seine Begründung: „Die Welt ist extrem vernetzt. Deshalb müssen wir auch unsere Fachbereiche stärker miteinander verbinden.“
Seamless Automation also nicht nur als Produktstrategie, sondern als übergreifende Denkweise!