Bild von Uwe Galm, Prokurist und Serviceleiter bei Gerhard Schubert

Uwe Galm, Prokurist und Serviceleiter bei der Gerhard Schubert GmbH: "Ein Ökosystem gibt uns die Chance, echte Synergien zu schaffen, statt nur eine einfache Standardfunktion nachzubauen. Ich pflege ein aktives Netzwerk im Maschinenbau, auch mit weiteren Kunden von Transaction-Network." (Quelle: Transaction-Network)

Ein offenes Ökosystem, wie Sie es ansprechen, erfordert eine starke technologische Basis. Was sind die wichtigsten Schritte, die ein Unternehmen jetzt schon tun kann?

U. Galm: Die Voraussetzungen, die ich für eine erfolgreiche Integration eines Ökosystems sehe, bezeichne ich gern als den Reifegrad eines Unternehmens. Doch viele Maschinenbauer würden noch Jahre brauchen, wenn sie diesen Reifegrad erst sicherstellen würden. Der mutigere Schritt ist es, dies parallel zur Integration anzugehen. Zwei Aspekte sind aus meiner Erfahrung heraus besonders entscheidend. Zum einen ist dies die Pflege der Stammdaten. Diese ist enorm wichtig, denn die Einführung eines Ökosystems geht mit absoluter Transparenz einher. Jede Ungenauigkeit wird auf der Plattform offensichtlich, da hier alle Informationen zentral zusammenlaufen und Prozesse ineinandergreifen. Zum anderen begünstigt eine eigene IT-Architektur, die Datenübertragungen zwischen den vorhandenen Systemen wie ERP und CRM ermöglicht, die erfolgreiche Digitalisierung.

Was fasziniert Sie an der Idee des offenen Ökosystems besonders?

G. Bart: Nehmen wir als Beispiel die Firma Apple in den Blick. iMac, iPad, iPhone – die meisten werden wissen: Wer einmal ein Apple-Produkt kauft, wird dies beim nächsten Gerät wieder tun. Denn dem Apple-Konzern ist es gelungen, ein funktionierendes Ökosystem aufzubauen. Dieses Konzept der Kundenbindung lässt sich auch auf den Maschinenbau übertragen. Gleichzeitig entstehen mit der Entwicklung des After-Sales-Service aber auch neue Geschäftsmodelle und Umsatzmöglichkeiten, die den Service zum tatsächlichen Businesstreiber machen. Gerade in aktuellen Zeiten ein wichtiger Wettbewerbsvorteil.

U. Galm: Das stimmt, aber ich möchte ergänzen: Ein Ökosystem gibt uns die Chance, echte Synergien zu schaffen, statt nur eine einfache Standardfunktion nachzubauen. Ich pflege ein aktives Netzwerk im Maschinenbau, auch mit weiteren Kunden von Transaction-Network. Hier teilen wir unsere Erfahrungen und tauschen uns zu einzelnen Features aus. Daraus entstehen aus meiner Sicht Skaleneffekte. Wichtig ist es, sich klar zu differenzieren und bewusst zu werden, was das Besondere an den eigenen Maschinen ist. Daraus stifte ich dann in Verbindung zu den spezifischen Prozessen der Kunden Mehrwerte. Das ist mit einem offenen Ökosystem machbar. Darüber hinaus bietet Transaction-Network die Möglichkeit zur Anbindung weiterer OEM. Wenn alle Beteiligten einer Produktionsstraße auf einer Plattform vertreten sind, profitieren Kunden von einem ganzheitlichen Service, den sie zu schätzen wissen.

Weitere Einblicke zur Zukunft des Maschinenbaus und des Customer Service gibt Uwe Galm im Service-Insights-Talk der Transaction-Network GmbH & Co. KG unter Service-Insights-Talk: Digitalisierung & Ökosysteme im Service.

Transaction-Network (ih)
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