Zwei Sensormodelle reichen aus

Seitlicher Blick auf das Transport-Shuttle mit dem Sensor OT300 von Baumer, der im Vorbeifahren Lagerabteile auf Belegung und Positionierung der Produkte abtastet. (Quelle: advasolutions)
Das advasolutions-Transport-Shuttle mit circa 2000 Einzelteilen kommt dank der Vielseitigkeit der optischen Sensoren von Baumer so mit lediglich zwei Sensormodellen aus. Ein intelligentes Baumer Feature erleichtert dabei die Montage der Sensoren, wie Peter Jürgen Tittes, Business Development Manager bei Baumer, ausführt: „Der OT300 und der O330 haben qTarget. Das heißt, die optische Achse des Lichtstrahls ist, bezogen auf die Bohrungen, immer gleich ausgerichtet. Damit entfällt aufwendiges Ausrichten des Sensors sowohl bei der Erstmontage als auch beim eventuellen Austausch der Sensoren.“ Bei einer Stückzahl von 500 Shuttles bedeutet das spürbaren Zeitgewinn für das Montage- und Wartungsteam.
Für alle in den Fahrzeugen verbauten Sensoren gilt, dass sie unterschiedliche Objekte und Oberflächen zuverlässig erkennen müssen. „Wir haben Kartons, Umverpackungen mit transparenten Folien, schwarze Verpackungen, Flaschen usw. Deshalb brauchen wir auf den Shuttles Sensoren, die mit allem umgehen können – auch mit dem Staub, der in so einem großen Lager anfallen kann“, verdeutlicht M. Magg.
Für Baumer als Lösungspartner sprach aus Sicht des Teamleiters Robotics aber nicht nur die gute Performance der Sensoren. Als ebenso wichtigen Pluspunkt sieht er die engagierte Unterstützung der Baumer-Experten. Dank profundem Applikations-Know-how und der großen Leistungsbreite konnten sie gemeinsam mit advasolutions für alle Aufgaben die ideale Lösung entwickeln. Auch den Montageaufwand konnte Baumer reduzieren durch optimierte, kundenspezifische Anschlusstechnik. „Dieser besondere Einsatz und der schnelle sowie unkomplizierte Austausch haben uns sehr geholfen, rasch unser Wunsch-Shuttle auf die Lagerschienen zu bringen“, sagt M. Magg.
Wozu braucht es noch Menschen in einem vollständig automatisierten Fulfillment-Center? In erster Linie für zwei Bereiche: Retourenabwicklung sowie zentrale Überwachung der Anlagen und Transport-Shuttles, die zielsicher auf einem kilometerlangen Streckennetz durch die Lageretagen fahren. In dem Leitstand hat ein Mitarbeiter über eine Bildschirmwand das gesamte Lagergeschehen im Blick. Er sieht auf einer interaktiven 3D-Darstellung jede Shuttle-Bewegung, bekommt Warnmeldungen bei Anlagenstörungen und sonstigen Unregelmäßigkeiten. Auch diese Visualisierung hat advasolutions selbst entwickelt – so wie alles, was in der Lagerhalle steht, rollt und über die Bildschirme läuft.
Zustand, Größe, Mindesthaltbarkeit: Jedes einzelne Produkt wird vollständig erfasst
Der Weg der Produkte von der Anlieferung bis zur Auslieferung ist genau durchgetaktet: Die Paletten werden ins Inbound geführt, und ab da geht der vollautomatische Prozess los: Kameras und Sensoren erfassen sämtliche Daten von Größe, Gewicht und Barcode bis Mindesthaltbarkeit und Zustand der angelieferten Produktverpackung. Anschließend bringt ein Transport-Shuttle die Ware an den automatisch ermittelten Lagerplatz, der sich dynamisch an die Nachfrage anpasst: Die aktuell meistverschickten Produkte bekommen die vordersten Lagerplätze mit den kürzesten Wegen. Für längere Haltbarkeit von Lebensmitteln ist ein Teil des Lagers abgedunkelt und sauerstoffreduziert. Die Auslieferung erfolgt ebenfalls komplett automatisiert: In dem Moment, in dem ein Online-Käufer seine Bestellung abschickt, fährt ein Shuttle los, holt die Ware aus dem Regal und liefert sie an der automatischen Verpackungslinie ab. Dort schneidet eine Maschine blitzschnell einen exakt passenden Karton zu und klebt Deckel sowie Versandetikett auf. Wenn die Bestellung bis 16:00 Uhr eingeht, ist das Paket am Folgetag da, verspricht advasolutions. Noch helfen in dem Auslieferungscenter an wenigen Stellen Menschen aus. In Kürze sollen hier alle Prozessschritte voll automatisiert laufen, so wie heute schon der Warentransport per Shuttle. Mit dieser advasolutions-Entwicklung inklusive der verbauten Sensorlösungen ist M. Magg sehr zufrieden: „Ich hatte hier mit viel größeren Herausforderungen gerechnet und freue mich, wie erstaunlich gut alles funktioniert.“
advasolutions und Baumer auf der Logimat advasolutions präsentiert sein Angebot für smarte Intralogistik vom 24. bis 26. März auf der Logimat in Stuttgart. Hier beantwortet auch der Intralogistik-Experte von Baumer, Christoph Kreidl, alle Fragen zu intelligenten Sensorlösungen für die Intralogistik.

