Potenziale erneuerbarer Energieerzeugung

Über das digitale Typenschild, einem gelaserten QR-Code auf dem Sensor, kann der Nutzer digital alle Sensorinformationen, wie Datenblatt und Bedienungsanleitung, aufrufen (Quelle: Pepperl+Fuchs)
Prinzipiell sieht Dr. G. Kegel im Ausbau der erneuerbaren Energien eine große Chance, auch für das eigene Unternehmen: „Unsere Geschäfte werden entlang der Ausbauszenarien mitwachsen. Wir können unsere Umsätze im Bereich Windenergie und Photovoltaik also sicher verdreifachen.“ Großes Potenzial erwartet er zudem für die eigenen Produkte entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette, angefangen bei der Energieerzeugung über Elektrolyse, Speicherung und Transport bis hin zur Wasserstoff-Tankstelle und dem industriellen Einsatz. Dabei unterstützt Pepperl+Fuchs mit seinen Produkten nicht nur die Kunden auf ihrem Weg zur Klimaneutralität, sondern unternimmt auch selbst entsprechende Schritte. Ein Beispiel sind die Bedienungsanleitungen, die jedem einzelnen Produkt beiliegen. „Im letzten Jahr haben wir begonnen, bei der ersten Produktlinie diese durch einen gelaserten QR-Code auf dem Sensor und auf dem Verpackungslabel zu ersetzen. Somit können nun alle Informationen digital abgerufen werden“, berichtet Dr. G. Kegel. Er verweist darauf, dass ein Kunde oftmals eine Vielzahl von Geräten derselben Baureihe für seine Anlagebestelle. Im Normalfall benötige er die Bedienungsanleitun somit nur einmal. „In Summe konnten wir dadurch im Jahr 2021 allein bei einer einzigen Produktlinie etwa 8 t Papier einsparen – und für die Herstellung von 1 t Papier braucht es im Schnitt 24 Bäume und große Mengen an Wasser“, erklärt er. „Außerdem reduzieren wir auf Kundenseite eine nicht unerhebliche Menge Papiermüll. Unser Ziel ist es, nach und nach die Beipackzettel aller Produktlinien nur noch digital bereitzustellen“, gibt er weiter an.
Auf dem Weg zum klimaneutralen Unternehmen
Prinzipiell hat sich auch Pepperl+Fuchs auf den Weg zum klimaneutralen Unternehmen gemacht. Die weltweiten Fertigungsstätten und Distribution Center sind nach Aussage des Firmenchefs auf dem neuesten technischen Stand und mit effizienten Automatisierungslösungen ausgestattet. Der Großteil der Treibhausgase, die in den Emissionskategorien (Scopes) 1 und 2 des Greenhouse Gas Protocols aufgelistet sind, entfalle bei Pepperl+Fuchs auf den Dieselkraftstoff der Dienstfahrzeugflotte und die gasbetriebenen Heizungsanlagen. „Hier haben wir einige wenige mögliche Handlungsfelder“, sagt Dr. G. Kegel. Er geht aber davon aus, dass sein Unternehmen in Zukunft eher mehr Beiträge bei der Rücknahme und dem Recycling der Produkte leisten müsse. „Alle Komponenten, die wir in unseren Produkten verbauen, sind werthaltig und sollten wiederverwertet werden. Hier bauen wir die Dokumentation der Materialverwendung auf. Die Möglichkeit des Recyclings wird in Zukunft auch in unseren Entwicklungs- und Konstruktionsprozessen Berücksichtigung finden müssen“, berichtet er.
Zurzeit erabeitet Pepperl+Fuchs neben einer „Digitalen Agenda 2.0“ auch eine „Nachhaltigkeitsagenda 1.0“, die unter anderem CO2-Emissionsziele ausweist. Ende des Jahres soll der erste Nachhaltigkeitsbericht erstellt werden. Als wesentliche To-dos in diesem Zusammenhang nennt Dr. G. Kegel: „Die Umstellung aller Stromverträge auf ,grünen‘ Strom, die Einrichtung von Ladesäulen auf den Werksgeländen, genauso wie die Anpassung von Leasing-Verträgen für Dienstfahrzeuge auf E-Mobilität.“ Außerdem sollen viele Flug- und Geschäftsreisen durch Web-Meetings ersetzt werden. „Unsere Gasheizungen sollten – wo immer möglich – auf Wärmepumpen umgestellt werden und natürlich wird auch die energetische Sanierung der Liegenschaften eine Rolle spielen“, sagt er und ergänzt mit Blick in die Zukunft: „Ich bin mir sicher, dass wir schon in den nächsten 15 Jahren einen guten Teil unserer Ziele erfüllt haben werden.“ Prinzipiell geht er davon aus, dass Pepperl+Fuchs bis 2045 weltweit klimaneutral produzieren wird. „Die Herausforderungen für uns sind vergleichsweise klein. Der viel größere Hebel liegt allemal in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Aber auch wir werden unseren Beitrag leisten“, schließt der Firmenlenker seine Ausführungen ab.