Die Hardwarebasis ...

Alexander Matt, Product Manager Prime Cube bei Schubert System Elektronik: „Ganz oben auf der Anforderungsliste unserer Kunden stehen skalierbare Lösungen, die einfach an die jeweilige Applikation anpassbar sind. Und genau diesen Anspruch haben wir bei all unseren Entwicklungen im Fokus. Und mit Prime Cube erfüllen wir diesen in Hard- wie Software.“ (Quelle: Schubert System Elektronik)
Dabei stellt SSE seinen Kunden hardwareseitig Panel- und Box-PC in zwei Leistungsklassen zur Verfügung: „Pico“ als kompakte Variante in schlanker Ausführung und „Performance“ mit hoher Rechenleistung. Konkret bildet ein Intel-Atom-x7-E3950-Prozessor den Kern der Pico-Plattform. Die Performance-Systeme sind mit gesockelten Intel-Core-i-Prozessoren der 8. und 9. Generation ausgestattet. Sie stellen die Rechenleistung für komplexe Aufgaben bereit. Über PCIe-Slots lässt sich das System erweitern. „Bei beiden Systemen sind individuelle Konfigurationen oder kundenspezifische Anpassungen schnell und effizient umsetzbar“, berichtet A. Matt. Dabei würden die speziellen Embedded Features der Prozessoren sowie Funktionen zur Unterstützung von Echtzeit-Anwendungen und Virtualisierung eine gute Basis für eine Vielzahl möglicher Applikationen bilden. „Aufgrund der Funktions- und Leistungsreserven können auch zukünftige Aufgaben gelöst werden“, gibt er mit Blick auf die Investitionssicherheit an.
In der Base-Ausführung wird ein breites Spektrum an Konnektivität bereitgestellt: Feldbus-Anbindung, WLAN/Bluetooth, LTE-Mobilfunk, und das Portfolio wird fortlaufend erweitert. „Gehen die Kundenanforderungen über unseren Base-Standard hinaus, bieten wir mit der Konfiguration Style eine Auswahl an kundenspezifischen Anpassungen zu einem Festpreis an“, sagt A. Matt und fügt an: „Tiefere Systemanpassungen oder individuelle Systementwicklungen sind darüber hinaus bei der Custom-Ausführung möglich.“
„Mit unseren Prime Panels und Box-PC liefern wir Kunden die optimale Hardwarebasis für das industrielle Umfeld. Alle Ausführungen sind für den 24/7-Einsatz in Embedded- und IoT-Anwendungen entwickelt und qualifiziert worden“, fasst A. Matt die Vorteile der Hardware zusammen.
... und die Softwarebasis
Passend zu seiner Hardware bietet Schubert System Elektronik seinen Kunden individuell zugeschnittene Softwarelösungen an. „Unsere Kunden profitieren von unserem fundierten Know-how in der System- und Embedded Software, von kurzen Entscheidungswegen und direkter Ansprechbarkeit unserer Fachexperten. Alle Geräte sind in Form, Fit und Funktion zehn Jahre verfügbar, mit 36 Monaten Gewährleistung“, sagt A. Matt. „Von der Firmware (UEFI)-Ebene über die Konfiguration von Betriebssystemen, wie Windows IoT Enterprise und Linux Buildroot oder Debian, bis in die Middleware setzen wir die Anforderungen verschiedener Industrieanwendungen auf unseren Box- und Panel-PC von Prime Cube um. Parallel beraten wir unsere Kunden entlang des gesamten Entwicklungs- und Integrationsprozesses“, berichtet er.
Unter dem Namen Prime OS werden auf die eigene Hardware zugeschnittene, spezialisierte Betriebssysteme angeboten. „Sie sind unter anderem für verschiedene Anwendungsszenarien optimiert und stehen für HMI-, Virtualisierung- oder Container-Anwendungen zur Verfügung. Auch sie lassen sich entsprechend der individuellen Anforderungen zusammenstellen und konfigurieren. Aufgrund der hohen Flexibilität unseres Software-Baukastens sind zudem komplett kundenspezifische Lösung realisierbar“, verdeutlicht A. Matt. Dazu umfasst der Software-Baukasten verschiedene Module, aus denen sich einfach Basis-Betriebssysteme erstellen lassen, die dann um Apps und Services zu Prime OS veredelt werden. Grundsätzlich sind die SSE-Softwareprodukte in einer serviceorientierten Architektur ausgeführt. „Das heißt, wir teilen alles in sinnvolle Anwendungsblöcke auf. Dadurch bieten wir eine optimale Basis, um beispielsweise die gewünschte getrennte Wartbarkeit sowie Update-Fähigkeit umzusetzen. Gerade bei Maschinenwartungen muss somit nicht die gesamte Anlage gestoppt werden. Stattdessen lassen sich einzelne Funktionen der Anlage separat aktualisieren. Das ist vor allem vor dem Hintergrund wichtig, dass die Update-Häufigkeit bzw. die Zahl der Sicherheit-Patches weiter enorm steigen wird“, greift er den eingangs erwähnten Aspekt auf.
Die 4+1 Betriebssystemvarianten
Als Basis setzt SSE auf den Betriebssystemen Windows sowie Linux auf. „Blickt man auf das Kosten-Performance-Verhältnis, lohnt sich Windows für viele Anwendungen nicht. Dennoch liegt dessen Verbreitung immer noch bei rund 70 % im industriellen Umfeld. Unser Ziel ist es, die Hemmschwelle für Linux bei Anwendungen herabzusetzen, sodass wir leichtgewichtige Systeme bauen können, mit denen Kunden unter anderem die Anforderungen an Agilität, Wartbarkeit, Update-Fähigkeit und Cybersecurity optimal erfüllen können.“ Dazu bietet SSE aktuell die vier Varianten von Prime OS an: Application, Client, VM und Edge.
