Ex-Signalverteilerboxen für Zone 1

Matthias Kaspar ist als Global Application Manager Hydrogen im Fachbereich New Energy bei Weidmüller für kundenspezifische Anwendungen und Lösungen zuständig (Quelle: Weidmüller)
Elektrolyseanlagen gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, für den Einbau in überdachten Hallen oder als modulare Containerlösungen. Letztere können weitgehend unabhängig auch dezentral betrieben werden. Es gibt bereits Überlegungen, solche umgebauten Überseecontainer in Verbindung mit Offshore Windenergiewerken zu installieren. In jedem Fall müssen die Signale gesammelt und sicher geführt werden. Bei einer umfassenden Überwachung der Anlage gehören dazu nicht nur die Zellspannungen, sondern auch weitere Parameter, wie Leistungsaufnahme, Temperaturen, Anlagendruck, Durchflüsse usw. „Für den Anschluss der Sensorik hat Weidmüller passive Ex-Signalverteilerboxen mit M12-Anschlüssen entwickelt“, so M. Kaspar. „Anders als die meisten anderen Produkte auf dem Markt können diese sogar in der Zone 1 eingesetzt werden“, fährt der Applikationsmanager fort. Mittels Y Leitungen sind so bis zu 16 Sensoren oder Ventile ansteuerbar. Im Wartungsfall lassen sich die Komponenten einfach austauschen. Ein weiteres Highlight sind steckbare Adapterhauben, mit denen sich die angeschlossenen Sensoren oder Aktoren ohne Zentralsteuerung testen lassen. Die Lösung ist für die modulare Anlagenstruktur von Containern ideal, bei denen die Signale der Sensoren und Aktoren dezentral gesammelt und zu einer gekapselten Steuerung geführt werden.
Remote-IO für Zone 2 und Gehäuse
Weidmüller bietet aber nicht nur die Verdrahtung, sondern auch die Datenvorverarbeitung an. Dies übernimmt die uremote Station mit Ex-Zulassung für die Zone 2. Die so aufbereiteten Daten werden an ein Gateway oder einen Router weitergegeben. Zum Anschluss an eine Steuerung stellt Weidmüller Varianten für alle gängigen Feldbusprotokolle, wie Profinet, Modbus TCP und Ethernet, zur Verfügung. Neben der LAN-Verbindung ist zudem eine Anbindung via IoT-Boxen an die Cloud des Kunden oder die Weidmüller-eigene Cloud möglich. Damit lassen sich auch abgelegen stationierte Anlagen extern überwachen. Außerdem kann so neben dem Anwender auch der Anlagenhersteller für Diagnose, Service und Support-Leistungen auf die Anlage zugreifen.
Ergänzend bietet Weidmüller spezielle Ex-zugelassene Gehäuse an, in denen sich gewöhnliche Industriekomponenten installieren lassen. Mittels Barrieren zur galvanischen Trennung sind so ebenfalls sichere Anschlüsse bis in die Zone 0 möglich. Damit hat der Anwender die Möglichkeit, Signale einfach, sicher und wirtschaftlich aus der Zone 0 zur Steuerung zu führen.