Flexible Lösung aus Standardkomponenten

Das Gesamtkonzept konnte nur in Teamarbeit entwickelt

Bild 02: Das Gesamtkonzept konnte nur in Teamarbeit entwickelt und umgesetzt werden (v. l.): Simon Bartoschewski (EVNG), Ronny Jacob (Bechtle IT Systemhaus Rottenburg) sowie Joachim Schwan und Stefan Hauser (beide Rittal). (Quelle: Rittal)

Die Umspannwerke von EVNG in der Emscher-Lippe-Region mussten

Bild 03: Die Umspannwerke von EVNG in der Emscher-Lippe-Region mussten mit neuesten Kommunikations- und Steuerungssystemen ausgestattet werden. (Quelle: Rittal)

Die anreihbaren, skalierbaren und klimatisierten Outdoor-Schränke sind ideal

Bild 04: Die anreihbaren, skalierbaren und klimatisierten Outdoor-Schränke sind ideal für den Einsatz außerhalb der Stationen und schützen die empfindliche IT-Technik vor Wind und Wetter sowie vor Vandalismus. (Quelle: Rittal)

In der Leitstelle der EVNG laufen alle Daten zusammen

Bild 05: In der Leitstelle der EVNG laufen alle Daten zusammen – von hier aus kann im Notfall schnell in das Energienetz eingegriffen werden. (Quelle: Rittal)

Die einfache wie wirkungsvolle Idee: sechs Varianten für alle 21 Stationen. „Zusammen mit den technischen Möglichkeiten der Industrial Router von Cisco, die sowohl sehr niedrige als auch sehr hohe Temperaturen vertragen, wurden alle unsere wesentlichen Probleme gelöst“, so S. Bartoschewski. Die komplexe Stromversorgung berechnete Rittal gemeinsam mit seinem USV-Partner für jeden Standort individuell.

Grundlage der Anlagen sind nun Standard-USV. „Kombiniert haben wir sie mit unserem Rittal-Baukastensystem– je nach Bedarf für Indoor oder Outdoor – , das sich schnell zu Individuallösungen konfigurieren lässt“, so J. Schwan. Am Ende gehörte auch die Logistik zur Gesamtlösung: Rittal fertigte alle benötigten IT-Racklösungen nahezu schlüsselfertig und lieferte sie komplett konfiguriert ins Zentrallager der EVNG. Von dort aus wurden sie an die einzelnen Stationen ausgeliefert. Das sparte viel Zeit vor Ort.

Intelligente Vernetzung

Die All-in-one-IT-Racks vernetzen die Stationen über eine moderne SD-WAN-Infrastruktur. „Damit lassen sich Netzwerksicherheit, Bandbreiten und Priorisierungen zentral steuern (Bild 5). Die EVNG hat also die volle Kontrolle“, erklärt R. Jacob. Jede einzelne Station ist direkt mit der Leitstelle verbunden. Fällt eine Leitung aus, wird automatisch umgeschaltet. Die Technologie dahinter: Cisco-Router und deren Rugged-Versionen in kleineren Anlagen. Das Ergebnis: hohe Ausfallsicherheit bei gleichzeitig einfacher Wartung und Bedienung. „Das Security-Monitoring durch das CMC-III-Überwachungssystem von Rittal liefert uns Daten wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit“, erläutert S. Bartoschewski und ergänzt, „das gibt uns Sicherheit – nicht nur bei Störungen, sondern auch im Alltag.“

Ein Baukasten für Versorger

Bei den Outdoor-Schränken zeigen Vandalismus-Schutz-Sensoren Erschütterungen an. Zudem sind die Batteriezustände jederzeit abrufbar „Das funktioniert dank passender, von uns speziell ausgesuchter Com-Server sogar für alle Anbindungsformen, egal ob Glasfaser, Kupfer, das Mobilfunknetz oder eine Kombination aus den Komponenten“, ergänzt R. Jacob. Und macht damit den Einsatz der Lösung noch flexibler.

„Dieses 72-Stunden-Konzept mit sechs Varianten als Baukastensystem ist für uns als kleiner, lokaler Energieversorger eine ziemlich große Sache. Wir besitzen damit ein echtes Alleinstellungsmerkmal, weil wir etwas hinbekommen haben, woran sich andere derzeit noch versuchen“, freut sich S. Bartoschewski über das Ergebnis der Zusammenarbeit. Jede Station enthält alles Notwendige und kann an vielfältige Situationen angepasst werden. Der Teamleiter Kommunikations- und Sicherheitssysteme der EVNG ist überzeugt: „Es ist eine Blaupause für andere Energieversorger, die wir auch gerne teilen wollen.“

Durchdachte Lösung für den Störfall

Rittal lieferte bei diesem Projekt nicht nur die Hardware, sondern erschuf gemeinsam mit Bechtle ein durchdachtes Gesamtsystem. Das ist in der Lage, die erforderliche Autonomiezeit durch ein intelligentes Notfallkonzept zu erfüllen. „Die Zusammenarbeit geschah immer auf Augenhöhe. Wir haben nicht einfach Produkte bekommen, sondern eine fertige Lösung“, so S. Bartoschewski. Heraus kam ein Kommunikationsnetz für Stationen von Energieversorgern, das steuerbar, autark und standardisiert ist. Und eines, das bei Stromausfall bis zu 72 h durchhält – sicher, intelligent und bereit für alle Unwägbarkeiten der Zukunft.                                                                                                     

Landesweit einzigartige Lösung

Lösungsorientiert und partnerschaftlich realisierten die Projektbeteiligten Bechtle und Rittal mit den Partnern Wöhrle und Cisco die bis zu 72 h autark arbeitenden digitalen Steuerungen der Stationen der EVNG. Sie sind landesweit bislang einzigartig. Gepaart mit der technischen Kompetenz aller Beteiligten – alle ihrem Spezialgebiet entsprechend – entstand eine Partnerschaft, die menschlich einfach passte und technisch Höchstleistungen ablieferte. „Genau das macht Key Account Management aus, echte Partnerschaften zu schaffen – durch gegenseitiges Vertrauen, tiefes Kundenverständnis und dem gemeinsamen Streben nach Lösungen“, bekräftigt Simon Stark, Leiter Rittal Key Account Management Deutschland.

Literatur

  1. ELE Verteilnetz GmbH, Gelsenkirchen: www.evng.de/de.html
  2. Bechtle AG, Neckarsulm: www.bechtle.com
  3. Rittal GmbH & Co. KG, Herbborn: www.rittal.de
  4. Wöhrle Stromversorgungssysteme GmbH, Steinenbronn: www.woehrle-svs.de
  5. Cisco Systems, Inc., San José (USA): www.cisco.com
Charlotte Erdmann arbeitet als freie Redakteurin für die Rittal GmbH & Co. KG. communications@rittal.de
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