Bild 01: Zunehmende Datendurchgängigkeit mit Eplan sowie digital verbundene Maschinen – darunter das Bohr- und Fräszentrum Milling Terminal Perforex von Rittal – lassen die Beschäftigten von KlöMö besser und effizienter arbeiten. (Quelle: Eplan/Rittal)
Ein Blick auf die ersten Prozessschritte der Fertigung bei KlöMö [1] in Regensburg reicht aus, um festzustellen, dass hier strukturiert gearbeitet wird – und richtig investiert: Drei neue Anlagen übernehmen die automatisierte Blechbearbeitung der Schaltschränke (Bild 1) sowie das Stanzen und Biegen von Kupferschienen. Nicht zu sehen ist der Datenfluss in den Anlagen: Die mechanische Bearbeitung erfolgt durchgängig auf Basis des „digitalen Zwillings“ (Bild 2). Die Automatisierung zieht sich durch die gesamte Fertigung. Nur bei der Digitalisierung auf Planungsebene sind noch Aufgaben offen.
Ein Schritt nach dem anderen
Warum hat sich Magnus Berzl (Bild 3), Geschäftsführer von KlöMö, für diese Reihenfolge entschieden – warum nicht etwa bei der Elektroplanung anfangen und die Konstruktionsprozesse von dort aus optimieren? Die Antwort: „Das haben wir uns gut überlegt. Als eher kleines, aber sehr leistungsfähiges Unternehmen müssen wir einen Schritt nach dem anderen tun. Mit der mechanischen Bearbeitung haben wir angefangen, weil wir hier zwar eine hohe Investition tätigen mussten – dafür aber ab sofort und bei jedem einzelnen Schaltschrank von den Vorteilen hinsichtlich Kosten, Zeit und Qualität profitieren.“
In diesem Rahmen entschied sich KlöMö für die drei neuen Maschinen von Rittal Automation Systems [2], sagt M. Berzl: „Wir nutzen Schaltschränke von Rittal und planen und konstruieren immer mehr Projekte mit Eplan [3]. Da lassen sich die Automatisierungslösungen von Rittal Automation Systems datentechnisch am besten integrieren“.
Energie und Automatisierung
Zur DNA von KlöMö gehört sowohl die klassische Automatisierung im Bereich Verfahrenstechnik als auch die Energieverteilung: Für Anlagen über 1 600 A plant und fertigt das Unternehmen baumustergeprüfte Serienanlagen – auf der Basis von Eaton-Komponenten [4]. Das erklärt sich aus der Firmengeschichte: „Ursprünglich waren wir ein Teil von Klöckner Moeller und der Moeller-Gruppe, die später von Eaton übernommen wurde. Wir sind weiter eng mit Eaton verbunden – als Eaton-Premium-Partner. Davon gibt es in Deutschland aktuell nur zwei, weltweit knapp zwanzig“, so M. Berzl.
Mit Engagement und einem klaren Plan geht man bei KlöMö nun daran, den Unternehmenserfolg weiter zu steigern. Dazu gehören das Gewinnen neuer Kunden und der Ausbau der bisherigen Stärken von KlöMo: „Wir planen und bauen sehr komplexe Anlagen für anspruchsvolle internationale Maschinen- und Anlagenbauer. Dabei setzen wir auf Know-how, engagierte Mitarbeiter und moderne Prozesse – das ist unser Erfolgsrezept“, erläutert der Geschäftsführer.
Digitalisierung der Planung
Auf dem Weg zu noch mehr Automatisierung und Digitalisierung steht die stärkere Nutzung der Eplan-Plattform für die Elektrokonstruktion im Fokus: „Wir entwickeln einen auf Eplan basierenden KlöMö-Standard für die Schaltschrankplanung“, erklärt M. Berzl. Das Ziel: „Wir erstellen unsere Schaltpläne mit Eplan Electric P8 – teilweise schon jetzt. Die Daten werden dann in Eplan Pro Panel – also als dreidimensionale Schaltschrankkonstruktion – weiterverarbeitet. Jetzt schon werden einzelne Eaton-Anlagen mit Eplan konstruiert, zukünftig vermehrt. Dabei nutzen wir die Datendurchgängigkeit und das Eplan Data Portal.“