Einkabeltechnologie vereinfacht die Installation

Bild zeigt Ölflex Servo FD 797 CP von Lapp

Die Ölflex Servo FD 797 CP lässt sich deutlich schneller und einfacher konfektionieren und erhöht damit die Effizienz entlang der gesamten Wertschöpfungskette. (Quelle: Lapp)

Welche Möglichkeiten sich daraus für die Servo- und Antriebstechnik ergeben, erläuterte Alexander Denk, SVP Global Product Management bei Lapp. Traditionell werden Servomotoren über getrennte Leitungen für die Energieversorgung und die Übertragung der Encoderinformationen angebunden. Dies erhöht den Platzbedarf und den Installationsaufwand und schafft zusätzliche potenzielle Fehlerquellen.

Eine Alternative bieten One-Cable-Lösungen beziehungsweise Hybridleitungen, die Leistungs- und Datenübertragung in einem Kabel vereinen. Dadurch lässt sich der Verkabelungsaufwand reduzieren und die Integration insbesondere in kompakten, dynamischen Anwendungen vereinfachen.

Ein aktuelles Beispiel ist die neue Servoleitung Ölflex Servo FD 797 CP. Nach Angaben von Lapp ermöglicht ihr optimierter Leitungsaufbau Einsparungen von bis zu 30 % beim Verarbeitungsaufwand. Bei herkömmlichen Hybridleitungen müssen während der Konfektionierung zahlreiche Füllstoffe entfernt werden. Der neue Aufbau vereinfacht diese Arbeitsschritte und soll gleichzeitig Schnittfehler sowie Materialabfälle reduzieren.

„Unsere Kunden stehen unter hohem Kosten- und Zeitdruck. Deshalb reicht es nicht aus, nur leistungsfähige Produkte anzubieten“, erklärte Denk. Neben der elektrischen und mechanischen Leistungsfähigkeit gewinne deshalb auch die einfache und wirtschaftliche Verarbeitung von Verbindungslösungen zunehmend an Bedeutung.

Lapp sieht in der Weiterentwicklung der Einkabeltechnologie erhebliches Potenzial für die gesamte Motion-Control-Technik. Neben der Robotik zählen dazu beispielsweise Werkzeugmaschinen, Verpackungsanlagen und hochautomatisierte Logistiksysteme.

Steckverbinder für kompakte Robotikanwendungen

Neben den Leitungen spielen die eingesetzten Steckverbinder eine wesentliche Rolle. Sie müssen die geforderten elektrischen Eigenschaften mit einer hohen mechanischen Belastbarkeit und möglichst kompakten Bauformen verbinden.

Als Beispiel nennt Lapp den Rundsteckverbinder Epic M23. Das System ist für anspruchsvolle Automatisierungs- und Robotikanwendungen ausgelegt und kombiniert eine kompakte Konstruktion mit einer Schnellverriegelung. Varianten für Spannungen bis 1.000 V berücksichtigen zudem den steigenden Leistungsbedarf moderner Antriebssysteme.

Michael Zahl, Global Product Cluster Manager Connectors bei Lapp, betonte in diesem Zusammenhang, dass die Anforderungen an Verbindungskomponenten zunehmend von der konkreten Anwendung bestimmt werden. Ein wachsendes Portfolio an Standardprodukten allein reiche deshalb nicht aus. Vielmehr müssten die einzelnen Komponenten hinsichtlich ihrer elektrischen, mechanischen und kommunikationstechnischen Eigenschaften aufeinander abgestimmt werden.

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