Bild 1: Der Emax 3 ist ABBs Leistungsschalter der nächsten Generation – entwickelt, um beispielsweise die Herausforderungen moderner Rechenzentren zu meistern und maximale Verfügbarkeit sowie Zuverlässigkeit zu gewährleisten (Quelle: ABB)
Industriebetriebe benötigen heute eine zuverlässige Energieverteilung, die gleichzeitig präzise Daten liefert. Die Energiepreise steigen, die CO2-Vorgaben werden strenger und Ausfallzeiten sind teurer denn je. Für Installateure, Schaltschrankbauer und Betreiber bedeutet das: Nur wer klare Messwerte und einfache Zugänge zur Diagnose hat, kann Anlagen langfristig stabil und effizient betreiben.
Genau hier setzt der Sace Emax 3 von ABB [1] an. Er verbindet Schutz, Messtechnik und Kommunikationsfähigkeit direkt im Gehäuse. Als Plattform, die adaptiv, sicher und zuverlässig ist, wird aus einem Leistungsschalter die intuitiv bedienbare Schaltzentrale der Anlage.
Anna Katharina Deiters, Product Marketing Specialist bei ABB, bringt es auf den Punkt: „Wie ein Schachspieler die Züge seines Gegners analysiert, sammelt der ABB Sace Emax 3 Informationen. Messspulen liefern präzise Ströme, Sense-Module überwachen Schaltspiele sowie Spannungen und melden Abweichungen frühzeitig. Kabellose Sensoren erfassen Temperatur und Feuchte. Aus diesen Daten berechnet der Schalter Lastmanagement‑Logiken, um teure Spitzen zu vermeiden, während sie außerdem die Basis für vorausschauende Wartung liefern (Bild 2). So müssen Betreiber nicht reagieren, sondern können aktiv agieren.“
Leistungsschalter mit modernem HMI
Viele Techniker kennen noch die Konfiguration per DIPSchalter: Winzige Hebel legen Ansprechwerte und Zeitstufen fest, ohne geführten Dialog, Visualisierung oder Plausibilitätscheck. Ein Zählfehler genügt und die Auslösecharakteristik verschiebt sich. Der Sace Emax 3 löst dieses Problem. Er setzt auf ein klares, modernes HMI mit Touchdisplay. Über dieses können Konfiguration, Diagnose und Analyse direkt am Gerät oder über die Epic-Mobile-App und die Ekip-Connect-Software am Smartphone oder Laptop erfolgen. Das reduziert Fehlerquellen und beschleunigt Inbetriebnahme und Service.
Flexibel anpassbar
Herzstück der Modularität ist der Schutzauslöser Ekip Aware: Der offene Leistungsschalter mit seinem innovativen Schutzauslöser lässt sich flexibel an neue Anforderungen anpassen und kann direkt vor Ort um Mess-, Schutz- und Kommunikationsfunktionen erweitert werden. Gerade bei Retrofit-Projekten zählt jedes Detail. A. K. Deiters betont in diesem Kontext: „Entscheidend war für uns die Abwärtskompatibilität. Deshalb hat der Sace Emax 3 exakt die gleichen Abmessungen wie sein Vorgänger (Bild 3). Modernisieren heißt damit, tauschen statt umbauen. So können Anwender bei Modernisierungen einfach umrüsten, ohne Gehäuse, Sammelschienen oder Anschlüsse anzupassen. Gleichzeitig haben wir Intelligenz, Sensorik und Kommunikation direkt ins Gehäuse integriert.“
Cybersecurity ab Werk
Mit zunehmender Vernetzung rückt die IT-Sicherheit in den Fokus. Cyberangriffe sind längst ein reales Risiko, auch für Energieverteilungen. Der Leistungsschalter lässt sich bereits ab Werk gemäß DIN EN IEC 62443-4-2 (VDE 0802-4-2):2019-12 [2] konfigurieren. So sind Industriebetriebe auf mehreren Ebenen geschützt. Verschlüsselte Kommunikation verhindert, dass sensible Daten abgefangen werden, während rollenbasierte Zugriffskontrollen die Sicherheit erhöhen. Digital signierte Firmware-Updates stellen sicher, dass nur autorisierte Dateien eingespielt werden. Bluetooth Low Energy und NFC sind standardmäßig deaktiviert und werden nur nach Authentifizierung freigeschaltet.