Leistungsstarke und applikationsorientierte Features für die Leiter und Kabelkennzeichnung

Das „Wire Marking Application Center“ unterstützt fehlerfreie und effiziente Arbeitsabläufe bis zum Applizieren der Marker auf Leitern und Kabeln.

Bild 02: Das „Wire Marking Application Center“ unterstützt fehlerfreie und effiziente Arbeitsabläufe bis zum Applizieren der Marker auf Leitern und Kabeln. (Quelle: harnsitr@shutterstock/Phoenix Contact)

Für einen intuitiven und fehlerfreien Druckprozess übergibt die Markierungs-Software Detailinformationen des jeweiligen Druckjobs an den Drucker.

Bild 03: Für einen intuitiven und fehlerfreien Druckprozess übergibt die Markierungs-Software Detailinformationen des jeweiligen Druckjobs an den Drucker. (Quelle: harnsitr@shutterstock/Phoenix Contact)

Der Template Designer bietet umfangreiche Gestaltungsoptionen und ermöglicht eine flexible Serienproduktion von Markierungen.

Bild 04: Der Template Designer bietet umfangreiche Gestaltungsoptionen und ermöglicht eine flexible Serienproduktion von Markierungen. (Quelle: harnsitr@shutterstock/Phoenix Contact)

In der Leiter- und Kabelmarkierung kann bei Verwendung der Thermomark E Series eine signifikante Zeitersparnis von 60 % bis 75 % erzielt werden – in Abhängigkeit vom jeweiligen Applikator und dem bisherigen manuellen Prozess. Denn das Drucken und Applizieren der Marker erfolgt in nur einem einzigen automatisierten Prozessschritt.

Bei der Erstellung der Leitermarkierung und der anschließenden Montage der Marker auf dem Leiter sind nicht nur die reinen Markierungsinformationen wichtig, sondern zusätzliche Informationen wie Leiterdurchmesser oder -querschnitt, -farbe etc. notwendig. Diese Detailinformationen können aus dem digitalen Schaltplan importiert werden. Sie stehen dem Fachpersonal in der Produktion im sogenannten „Wire Marking Application Center“ auf einen Blick zur Verfügung (Bild 2). Zusätzlich unterstützen umfangreiche Sortier- und Filterfunktionen den Anwender in der Planung der Druckaufträge. Die Detailinformationen werden anschließend an den Drucker geschickt. Damit wird der Anwender direkt über das Druckerdisplay schrittweise und intuitiv durch den gesamten Leiter- und Kabelkennzeichnungsprozess geführt. Dies schafft zusätzliche Effizienz und reduziert das Fehlerrisiko auf ein Minimum (Bild 3). Auf diese Weise werden unterschiedliche Ansätze für effiziente Markierungs- und Leitervorbereitungsprozesse optimal unterstützt: Das zentralisierte Vorbereiten von Leitern, die anschließend zur Verdrahtung nur noch an den Produktionsmitarbeiter übergeben werden. Dezentrale Arbeitsprozesse, bei denen die gesamte Leitervorbereitung inklusive Kennzeichnung direkt am Schaltschrank stattfindet. Oder Kennzeichnungsprozesse, die in Kombination mit einem Werkerassistenzsystem, wie dem Clipx Wire assist, stattfinden und für effiziente und ergonomische Prozesse sorgen.

Mithilfe eines „Projektbaums“ können Projekte ganz einfach nach der ISO/IEC 81346 strukturiert werden. Dadurch lässt sich Markierungsmaterial für bestimmte Applikationsbereiche erstellen, sortieren und auf einfachste Weise nachdrucken. Zusätzlich kann beim Importieren der Markierungsinformationen aus einem eCAD-System die gleiche Projektstruktur in der Markierungs-Software abgebildet werden. Dies schafft eine gewohnte Arbeitsumgebung und ermöglicht ein einfaches Navigieren im Projekt.

Zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten mit dem Template Designer 

Mit dem leistungsfähigen „Template Designer“ lassen sich Schilder individuell, einfach und komfortabel gestalten sowie vorhandene Materialbeschreibungen anpassen. Im Editierungsmodus öffnen sich dynamisch und vollautomatisiert alle Textbearbeitungsfunktionen, die für die Gestaltung der Marker notwendig sind. Für die Erstellung von Typenschildern sind Grafiken, geometrische Formen sowie verschiedene Barcodetypen vorhanden. Zusätzlich zur umfangreichen Barcodebibliothek inklusive GS1-Standard sind Individualisierungsmöglichkeiten gegeben wie die Einstellung der Ruhezonen oder auch die Erstellung von inversen Barcodes. Somit sind Markierungslösungen im Bereich Auto-ID im Handumdrehen professionell erstellt.

Der Template Designer zeigt seine Effizienzvorteile besonders in der Serienproduktion, da feste Datenfelder nur einmalig erstellt werden müssen. Variable Datenfelder hingegen lassen sich im Nachhinein über den Datenaustauschmanager mittels Tabellenverarbeitungsprogramm dynamisch mit variierenden Informationen füllen. Zusätzlich können das gesamte Schild oder partielle Bereiche mithilfe des Blattschutzes geschützt werden. Dies stellt sicher, dass keine Manipulation der geschützten Bereiche des Templates in späteren Produktionsprozessen stattfindet bzw. nur bestimmte Daten bewusst verändert werden können (Bild 4).

Fazit

Die Marking-System-Software ermöglicht durch ein intuitives und modernes User-Interface eine schnelle Einarbeitung der Nutzer. Durch die kontextsensitive Sidebar sind genau die Bearbeitungsfunktionen erreichbar, die für den aktuellen Workflow benötigt werden. Die Software kann alle Drucksysteme von Phoenix Contact sowie Standardbürodrucker ansteuern. Beschriftungsdaten aus eCAD-Systemen, Tabellen- und Textverarbeitungsprogrammen lassen sich einfach importieren und so Arbeitsaufwand reduzieren. Durch leistungsstarke applikationsorientierte Funktionen und eine hohe Datendurchgängigkeit vom eCAD-System bis zur Markierungs-Software gelingt eine effiziente Prozessgestaltung von der Planung bis zur Montage. Die Marking-System-Software schafft so den Spagat zwischen komplexen applikationsbezogenen Funktionen und einem aufgeräumten User Interface – für jede Zielgruppe und jeden Anwendungsfall die passenden Features.

Literatur

  1. Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blomberg: www.phoenixcontact.com/software-control-cabinet-building
Miguel Delgado Abracos ist Produktmanager Markierungs-Software bei der Phoenix Contact GmbH & Co. KG in Blomberg. mdelgadoabracos@phoenixcontact.com Sari El Hachem ist Produktmanager Markierungs-Software für die Phoenix Contact GmbH & Co. KG
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