Permanente Busüberwachung

Bild 03: Der PQT 10 signalisiert kritische Zustände akustisch per Hupe oder Alarmkontakt. (Quelle: IVG Göhringer)
Eine passende Strategie im Rahmen der korrektiven Instand haltung ist „Condition Monitoring“, oder auf Deutsch „permanente Zustandsüberwachung“. Speziell dafür hat IVG Göhringer (jetzt: Leadec) [1] entsprechende Diagnosemodu le entwickelt – für den Profibus beispielsweise den Quick Tester PQT 10 (Bild 3). Die Diagnosemodule messen keine physikalischen Größen, wie Spannungspegel und Signallauf zeiten, sondern zeichnen Fehler auf Protokollebene auf. Konkret erkennen die Module eine Verschlechterung der Buskommunikation durch typische ProfibusFehler, wie Fehltelegramme, Telegramm-Wiederholungen und Diagno semeldungen. Solche Fehler werden per LED und über einen potenzialfreien Alarmkontakt signalisiert. Sie werden an einer beliebigen Stelle auf den Feldbus gesteckt und arbeiten dort rückwirkungsfrei.
Solange die Anzahl der Telegrammwiederholungen nicht die festgelegte Anzahl übersteigt, läuft die Kommunikation ohne Einschränkung weiter. Der potenzialfreie Alarmkon takt der Diagnosestecker löst zur Anzeige eines Fehlers eine Warnleuchte oder eine Sirene aus. Zudem ist es möglich, den Alarmkontakt über die übergeordnete Steuerung aus zuwerten. Das Instandhaltungspersonal weiß nun, dass es (tolerierte) Kommunikationsfehler gibt und kann die Ursache suchen und beseitigen.