Auswahl und Einsatz von Ableitern

Blitzschutzzonen

Bild 02: Blitzschutzzonen nach DIN EN 62305 (VDE 0185-305). (Quelle: Dehn, Grafik: etz)

Impulskategorien

Bild 03: Tabelle: Impulskategorien und Ableiterklassifizierung für informationsund energietechnische Ableiter [3, 5]. (Quelle: Dehn)

Im Anwendungsleitfaden DIN CLC/TS 61643-22 (VDE V 0845-3-2) [2] für Überspannungsschutzgeräte, die für den Einsatz in Telekommunikations- und signalverarbeitenden Netzwerken vorgesehen sind, werden die Prinzipien für die Auswahl und den Einsatz von Ableitern beschrieben. Demzufolge werden den unterschiedlichen Zonenübergängen des Blitzschutzzonen-Konzeptes nach DIN EN 62305-4 Belastungsgrößen als Mindestanforderung in Form von Impulskategorien (D1, C2, C1) zugeordnet, die von den Ableitern beherrscht werden müssen (Tabelle in Bild 3 und Bild 4).

Für die Prüfung und Qualifizierung von informationstechnischen Ableitern sind die den Kategorien zugeordneten Bereiche der Belastungsgrößen im Prüfstandard DIN EN 61643-21 (VDE 0845-3-1) Tabelle 3 [3] beschrieben und definiert. Ist eine Schutzkomponente für den Einsatz an einer bestimmten Blitzschutzzone vorgesehen, muss sie gemäß der entsprechenden Impulskategorie geprüft und ausgewiesen sein. Für den universellen Einsatz der Ableiter ist auch eine Prüfung mehrerer Impulskategorien möglich. Diese Schutzkomponenten werden als kombinierte Blitzstrom- und Überspannungsableiter (kurz Kombi-Ableiter) beschrieben.

Die Beschreibung einer Ableiterklasse (Type-Klassifizierung) bei informationstechnischen Ableitern ist normativ nicht vorgeschrieben, lehnt sich jedoch an die der energietechnischen Ableiter an, mit dem Ziel, dem Anwender die Auswahl von Ableitern zu erleichtern (Bild 4).

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