Rundtischlager neu gedacht: YRTA und YRTAG

Rundtischlager neu gedacht: YRTA und YRTAG (v. l.). (Quelle: Schaeffler)

Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie ist über die letzten Jahre tendenziell gewachsen. Und trotz rückläufiger Zahlen im Jahr 2024 bei Umsatz, Produktion und Auftragseingang zählt Deutschland zu den wichtigsten WZM-Produzenten weltweit: Laut Statista lag der Anteil an der weltweiten Werkzeugmaschinenproduktion 2024 bei 13 %. „Mehr WZM wurden 2024 nur in China produziert. Bei den Exporten ist Deutschland weltweit führend und liegt mit einem Exportwert von 7,7 Mrd. € noch vor China (7,6 Mrd. €) und Japan (5,3 Mrd. €). Zu den wichtigsten Exportländern der Bundesrepublik zählen die USA, China und Italien“, berichten die Statista-Experten.

Die Top-4-Trends

Schaeffler ist Zulieferer für die Automobil- und Maschinenbauindustrie, wobei etwa zwei Drittel des weltweiten Gesamtumsatzes auf den Automotive-Bereich entfallen. „Die Werkzeugmaschinenindustrie ist für uns schon immer von hoher Bedeutung gewesen, auch wegen der engen Kopplung an die Automobilindustrie“, sagt Martin Härtel. Er hebt hervor, dass zwar die Anzahl der produzierten WZM zurückgehe, jedoch deren Komplexität steige. „Das hängt mit einer Reihe von Markttrends zusammen, zum Beispiel einer stärkeren Automatisierung, Multi-Process Machining, Heavy Machining Materials sowie Sustainability“, zählt M. Härtel die vier wesentlichen auf.

Automation

Den Automatsierungstrend erläutert er an einem Beispiel: „Ein bedeutender deutscher Maschinenhersteller, an den wir unter anderem Lagerlösungen liefern, erhielt einen Auftrag aus China über 60 WZM. Alle sollten hoch automatisiert arbeiten, weil auch in China Menschen viele Tätigkeiten im Fertigungsumfeld nicht mehr selbst ausführen möchten. Dieser Trend zeichnet sich nahezu weltweit ab: Konkret werden heute rund 80 % aller Maschinen mit der Option auf Automatisierung verkauft.“ WZM-Hersteller seien deshalb gefordert, in einem preissensitiven Umfeld den größeren Funktionsumfang ohne deutlich höhere Kosten umzusetzen. „Unsere Antwort unter anderem darauf lautet: Erhöhung der Kippsteifigkeit und Reduzierung des Preises. Oder anders ausgedrückt: YRTA (A = Automation). Dank innovativer Herstellungs- und Montageverfahren können wir diese zweiseitig wirkenden Axialrollen-Radialnadellager zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten“, erläutert M. Härtel. Er fügt an: „Für Achsen außerhalb des Bearbeitungsraums, des Werkstück- und Werkzeug-Handlings möchten Hersteller besonders wartungsarme und langlebige Rundachslagerungen und Linearführungen. Dafür sind unsere YRTA-Hochleistungslager genau die Richtigen: Sie erfüllen die hohen Anforderungen an die Kippsteifigkeit, lange Gebrauchsdauer und Wartungsarmut optimal.“ Schaeffler sieht sich dadurch gut aufgestellt, um auch Märkte mit weniger komplexen, aber volumenstarken Maschinen, etwa in China oder Indien, erfolgreich zu bedienen.

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