Bild von Andreas Schoberleitner und Christoph Knogler von Keba

Andreas Schoberleitner, CFO der Keba Group AG, und Christoph Knogler, CEO und Sprecher des Vorstands der Keba Group AG, freuen sich über das gute Ergebnis im Geschäftsjahr 2024/25 (v.l.). (Quelle: Keba)

Zu Beginn der PK verwiesen der Keba-CFO Andreas Schoberleitner und Christoph Knogler, CEO und Sprecher des Vorstands der Keba Group AG, auf die Herausforderungen, zu denen eine schwache Konjunktur in Europa, geopolitische Spannungen sowie wirtschaftlichen Unsicherheiten zählen. Dennoch sei es der Keba-Gruppe dank ihres strategischen Fundaments gelungen, deutlich zu wachsen. Gemeint war damit die gezielte Diversifizierung des Geschäfts in unterschiedliche Märkte und Branchen, was sich als stabilitätsstiftende Säule erwiesen habe.

Konkret erzielte Die Keba-Gruppe im Geschäftsjahr 2024/25 (April 2024 bis März 2025) einen Gesamtumsatz von 514,9 Mio. € und damit ein Umsatzwachstum von 8,5 % gegenüber dem Vorjahr (474,6 Mio. €). Der internationale Geschäftsanteil lag beinahe unverändert hoch bei 90 %. In der EU (ohne Österreich) wurden rund 66 % und in Asien zirka 15 % des Umsatzes lukriert.

Der Personalstand der Gruppe blieb mit 2.100 Mitarbeitern zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs (auf Basis von Vollzeitäquivalenten) stabil. Nach wie vor sind gut die Hälfte der Mitarbeiter in Österreich beschäftigt, ein Drittel in Deutschland und über 200 in Asien.

Die F&E-Investitionen werden mit 83,2 Mio. € angegeben, was einer F&E-Quote von 16,2 % entspricht.

Die Firmenlenker stellten die mittlerweile 28 Niederlassungen in 16 Ländern sowie Produktionsstandorten in Österreich, Deutschland, den Niederlanden und China heraus, dank denen Keba von einem breit aufgestellten, länderübergreifenden Netzwerk profitiere und entsprechend stark in den Zielmärkten verankert sei. Local-for-local bleibe hier die Devise.

Professionalität, Innovationskraft, ein starkes Miteinander und Lebendigkeit - so definiert Keba ihre Werte. "Gepaart mit ihrer internationalen Ausrichtung und der Fokussierung auf Zukunftsthemen bilden diese Werte die Basis für wirtschaftlichen Erfolg und nachhaltiges Wachstum", sind sich die Geschäftsführer einig.

Die drei Geschäftsfelder im Detail

Die Keba-Gruppe mit Hauptsitz in Linz/Urfahr ist ein Experte für die Automatisierung unterschiedlicher Branchen. Das Geschäft ist in drei operative Geschäftsfelder gegliedert: Industrial Automation, Handover Automation und Energy Automation. Die Charakteristik der Geschäftsfelder unterscheidet sich dabei wesentlich: Keba Industrial Automation fokussiert sich auf Automatisierungslösungen für Hersteller von Maschinen- und Anlagen. Keba Handover Automation entwickelt und produziert SB-Lösungen und Übergabesysteme etwa in der Banken- und Logistikbranche und agiert stark projektorientiert. Keba Energy Automation ist im endkundennahen Seriengeschäft tätig und bietet Lösungen im Bereich Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge (PKW und LKW) und Steuerungen für nachhaltige Heizsysteme.

Die Breite und Diversität wird als wichtige Grundlage für die Stabilität der Unternehmensgruppe gesehen. "Aus dem Fokus auf unterschiedliche Branchen in unterschiedlichen Märkten, die verschiedenen Markt- und Wirtschaftszyklen unterliegen, resultiert eine Struktur, die es Keba erlaubt, selbstwirksam und flexibel auf sich verändernde Rahmenbedingungen zu reagieren. Auch im letzten Geschäftsjahr zeigte sich dieser Vorteil", heißt es in einer Unternehmensmeldung.

Dabei konnte die Unternehmensgruppe in ihrem abgelaufenen Geschäftsjahr in allen drei Geschäftsfeldern neue Kunden gewinnen, bestehende Kundenbeziehungen vertiefen und gezielt strategische Maßnahmen setzen, um ihre Zukunftsfähigkeit weiter zu stärken.

"Das Geschäftsfeld Industrial Automation konnte sich in einem konjunkturell besonders herausfordernden Umfeld behaupten", betonte C. Knogler. "Insbesondere in Europa war das Geschäftsjahr erneut von einer spürbaren Investitionszurückhaltung im Maschinen- und Anlagenbau geprägt."
Trotz dieses verhaltenen wirtschaftlichen Klimas seien neue Kunden – darunter auch einige Großkunden – für Keba-Steuerungs- und Antriebstechnik begeistert worden. Zusätzliche Wachstumsimpulse seien durch den erfolgreichen Ausbau internationaler Kundenbeziehungen, insbesondere in Südostasien und China, entstanden. "Dort profitierte Keba vom stabilen Trend zu hochwertigen Automatisierungslösungen in exportorientierten Branchen", gab der CEO weiter an. Im Geschäftsfeld Industrial Automation will Keba weiterhin gezielt in Innovationen und neue Produktgenerationen investieren, um ihre Position zu stärken und sich eine verlässliche Grundlage für weiteres Wachstum zu schaffen. "Sehr erfreulich war im vergangenen Jahr beispielsweise der Absatz hochinnovativer Antriebsregler für Windkraftanlagen, die bei Kunden in Europa, Asien und auch den USA eingesetzt werden, um die Flügel der Windräder vollautomatisch zu verstellen", verdeutlicht C. Knogler.

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